Hanseatic Help sammelt brauchbare Zelte und Schlafsäcke nach Deichbrand-Festival
Nach dem Ende des Deichbrand-Festivals in Wanhöden sammeln Helfer der Organisation Hanseatic Help zurückgelassene Zelte und Schlafsäcke für Bedürftige. Neben Müll finden sich auf dem Campingplatz auch kuriose Gegenstände.
Wat dem eenen sien Müll, is dem annern sien Zelt. Hauptsach opgeräumt.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Nach dem Ende des Deichbrand-Festivals in Wanhöden haben Helferinnen und Helfer der Organisation Hanseatic Help mit den Aufräumarbeiten auf den Campingplätzen begonnen. Sie suchen gezielt nach brauchbaren Zelten, Schlafsäcken und Isomatten, um diese an Bedürftige zu verteilen. Trotz großer Mengen an zurückgelassenem Müll konnten bereits kurz nach dem Start zahlreiche Gegenstände gesichert werden. Am Montagmorgen um acht Uhr begann die Aktion auf dem Gelände in Wanhöden mit einer kurzen Besprechung vor dem Zelt von Hanseatic Help. Anschließend verteilten sich die Helfer in kleinen Teams auf die Campingplätze, ausgestattet mit Mülltüten, Handschuhen und Regencapes. „Zelte, Schlafsäcke und Isomatten - das ist die Reihenfolge“, wies Shari ihr Team an. Die Atmosphäre auf dem Platz beschrieb Sabine vom Lions Club Cuxhaven mit den Worten: „Irgendwie trostlos. Eine ganz andere Atmosphäre so“. Während viele Camper noch schliefen oder bereits abgereist waren, brachte Ömi einen kleinen, mit Pfand gefüllten Wagen direkt zum Lager von Hanseatic Help. Vor den Gefahren beim Sammeln warnte Sophie ihre Teamkollegen: „Seid vorsichtig mit gelb aussehenden Flaschen - das ist oft Pipi“.
Gezielte Suche nach brauchbarer Ausrüstung
Bereits nach wenigen Metern verzeichneten die Teams erste Erfolge und stießen auf unbeschädigte Zelte und Schlafsäcke. Um den Transport zu erleichtern, organisierten Shari und Sophie eine Pavillon-Plane, auf der die zusammengelegten Zelte gebündelt abtransportiert wurden. Shari blickte dabei vorsichtig in einige Zelte, da viele Festivalbesucher noch schliefen. Um eine größere Fläche absuchen zu können, teilten sich die Helfer in noch kleinere Gruppen auf. Insgesamt sind die Helfer von Hanseatic Help gut vier Stunden auf den Campingplätzen unterwegs, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Das Ziel ist es, möglichst viele Ein- oder Zweipersonen-Zelte sowie Schlafsäcke und Isomatten zu sammeln, die später an Bedürftige verteilt werden.
Müllberge und kuriose Fundstücke
Neben den brauchbaren Gegenständen hinterließen die Festivalbesucher jedoch auch erhebliche Mengen Müll. Über die Campingplätze verteilt lagen kaputte Zelte, Klopapier, leere Konserven sowie teilweise noch verpackte Lebensmittel, kaputte Dekorationen, Grills und einzelne Schuhe. Ab kurz nach neun Uhr erwachten weitere Camper. Bei der Suche stießen die Helfer auch auf ungewöhnliche Funde. „Es sind die kleinen Dinge im Leben“, sagte Shari und zeigte eine gefundene kleine Stehlampe, die zu den Kuriositäten sortiert wurde. Ein anderes Team entdeckte mehrere noch neu verpackte Zigarettenschachteln. Auch die Camper selbst beteiligten sich an der Aktion. Ein Camper fragte die Gruppe: „Nehmt ihr auch Pfand?“ und übergab eine Tüte mit Pfandflaschen. Zudem kam Camperin Tiana auf die Helfer zu und gab eine Isomatte ab. Bereits nach einer guten Stunde luden die Helfer die ersten Gegenstände in einen Anhänger für den Transport zur Sammelstelle und zogen ein erstes, sehr zufriedenes Fazit.
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