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Deutlicher Zuwachs bei Ausbildungsverträgen im Handwerk

Gegen den bundesweiten Trend verzeichnet das Handwerk steigende Ausbildungszahlen, was sich auch in Hamburg bemerkbar macht. Besonders in den Bereichen Bau, Sanitär, Heizung, Klima und Elektronik ist die Nachfrage hoch.

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Wat mutt, dat mutt. Ohne Handwerker bleibt der Tee nämlich kalt. — Rocky, Chefkolumnist
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Im Handwerk steigen die Ausbildungszahlen bundesweit und auch in Hamburg gegen den allgemeinen Trend in der Gesamtwirtschaft an. Obwohl für das Jahr 2026 noch nicht alle Lehrverträge abgeschlossen sind, rechnet die Handwerkskammer mit einem weiteren Zuwachs. Viele Betriebe berichten im Gegensatz zum Vorjahr, dass sie sämtliche Ausbildungsplätze erfolgreich besetzen konnten.

Gute Aussichten in Bauberufen und Technik

Besonders positiv stellt sich die Situation in den Bauberufen, im Bereich Sanitär, Heizung und Klimatechnik, im Elektronikerhandwerk sowie bei den Kfz-Mechatronikern dar. Wie viele Lehrstellen im Hamburger Handwerk insgesamt angeboten werden, bleibt unklar, da keine Meldepflicht existiert. Ende Juni waren jedoch noch 1.247 freie Stellen in über 60 Gewerken in der Lehrstellen-Börse der Handwerkskammer registriert. Das Angebot bleibt somit auch mit Blick auf den Ausbildungsbeginn 2026 weiterhin groß, wie die Tagesschau berichtet.
Als Gründe für das gestiegene Interesse an Handwerksberufen nennt die Handwerkskammer Zukunftschancen, Sicherheit, Spaß am Beruf, die Unabhängigkeit von Künstlicher Intelligenz sowie das Interesse an Klimaschutz.

Herausforderung bei der Gewinnung von Frauen

Trotz der positiven Entwicklung sieht Handwerkskammerpräsident Hjalmar Stemmann weiterhin Handlungsbedarf: "Eine unserer größten Herausforderungen bleibt es, junge Frauen für Handwerksberufe zu gewinnen", so der Kammerpräsident. Zuletzt lag der Frauenanteil an den neu abgeschlossenen Berufsausbildungsverträgen bei rund 20 Prozent.
Auf Bundesebene zeichnet sich ein ähnlicher Trend ab. Handwerkspräsident Jörg Dittrich sprach von einem "Lichtblick in einer insgesamt schwierigen Lage". In Deutschland wurden zwischen Januar und Juni 2026 bereits knapp 67.800 neue Ausbildungsverträge in die Lehrlingsrollen eingetragen. Dies entspricht einem Zuwachs von über 3.160 Verträgen beziehungsweise 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
"Einen so hohen Juni-Wert hatten wir zuletzt 2018. Das ist eine nachdrückliche Botschaft: Junge Menschen entscheiden sich bewusst für das Handwerk", erklärte Dittrich.

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