Deutlich weniger Freiland-Erdbeeren in Niedersachsen erwartet
Die Ernte von Freiland-Erdbeeren in Niedersachsen bricht in diesem Jahr voraussichtlich stark ein. Grund dafür ist unter anderem eine schrumpfende Anbaufläche.
Macht nix, Erdbeeren schmecken eh erst mit ordentlich Sahne. Oder gleich Fischbrötchen.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Landwirte in Niedersachsen werden in diesem Jahr voraussichtlich deutlich weniger Freiland-Erdbeeren ernten als im vergangenen Jahr. Das Statistische Bundesamt rechnet mit einem Rückgang des Ertrags um 18 Prozent. Grund dafür ist unter anderem eine bundesweit schrumpfende Anbaufläche für die Früchte. Die genauen Ursachen für den Ernteeinbruch sind bislang unklar. Fest steht jedoch, dass die Anbaufläche für Freiland-Erdbeeren kontinuierlich zurückgeht. Wie die Tagesschau berichtet, verringerte sich diese Fläche in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent von 8.060 Hektar auf 7.830 Hektar.
Trend zum geschützten Anbau
Bereits im Vorjahr gab es eine Erklärung für diese Entwicklung. Das Landesamt für Statistik Niedersachsen teilte dazu mit, dass niedersächsische Erzeugerinnen und Erzeuger "vermehrt auf den Anbau unter begehbaren Schutzabdeckungen" setzen. Endgültige Ergebnisse, die auch die Anbauflächen und Erntemengen von Erdbeeren unter diesen Abdeckungen sowie in Gewächshäusern umfassen, liegen allerdings noch nicht vor. Diese sollen im Frühjahr 2027 nach Abschluss der im Winter durchgeführten Gemüseerhebung veröffentlicht werden.
Historisch niedrige Erntemengen
Der Rückgang betrifft nicht nur Niedersachsen. Bundesweit könnte es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die kleinste Freiland-Erdbeerernte seit mehr als 30 Jahren werden. Dennoch bleibt Niedersachsen mit einer erwarteten Menge von 18.100 Tonnen der größte Erzeuger von Freiland-Erdbeeren in Deutschland, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 14.600 Tonnen.Beim Spargel hingegen zeichnet sich ein anderes Bild ab. Hier wird für die Ernte in Niedersachsen ein Plus von rund 5 Prozent erwartet. Auch in diesem Bereich ist das Bundesland mit einer prognostizierten Erntemenge von 21.000 Tonnen bundesweit der Spitzenreiter.
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