CDU-Politiker fordert schnellere Daten zur Grundwasserqualität
Der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler kritisiert die unübersichtliche Datenlage beim Grundwasser in Niedersachsen. Er fordert eine deutlich schnellere Veröffentlichung aktueller Messwerte.
Datenfluss so zäh wie Wattenschlick. Da hilft wohl nur Geduld.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
In Niedersachsen gibt es Forderungen nach einer schnelleren Bereitstellung von Daten zur Qualität des Grundwassers. Die aktuelle Datenlage wird als unübersichtlich kritisiert, da sich wichtige Entwicklungen in den öffentlich zugänglichen Informationen kaum widerspiegeln. Ein entsprechender Vorstoß drängt nun auf eine zeitnahe Veröffentlichung der Messwerte. CDU-Landtagsabgeordneter Björn Thümler drängt auf schnellere Informationen zur Qualität des Grundwassers in Niedersachsen. Anlass ist eine Anfrage seines Fraktionskollegen Marco Mohrmann, die laut Thümler zeigt: die Datenlage ist unübersichtlich. Wichtige Entwicklungen würden sich in den öffentlich zugänglichen Informationen kaum widerspiegeln, wie die Nordsee-Zeitung berichtet.
Verzögerte Veröffentlichung der Messwerte
Thümler zufolge liegen nach Angaben des Umweltministeriums in der Landesdatenbank Messwerte bis 2024 vor. Diese würden vom Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz erhoben und nach einer Plausibilitätsprüfung „erst mit deutlicher zeitlicher Verzögerung“ veröffentlicht. Aktuelle Daten bezüglich der Qualität des Trinkwassers sollten aber zeitnah verfügbar sein, so Thümler.
Kritik an veralteten Nitratkarten
Besonders irritiere ihn, dass die öffentlich abrufbaren Nitratkarten des Umweltministeriums den Zeitraum 2016 bis 2021 abbilden - und damit laut Thümler zentrale Entwicklungen wie den seit 2020/2021 negativen Stickstoffsaldo in Niedersachsen oder die 2021 verschärfte Düngeverordnung nicht berücksichtigen. Die Landwirtschaft habe viel unternommen, um Nährstoffeinträge zu reduzieren, das müsse auch sichtbar werden, so der CDU-Politiker.
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