Bilanz der Stadtreinigung Hamburg: Außergewöhnlich hoher Salzverbrauch im Winterdienst
Die Stadtreinigung Hamburg zieht Bilanz über einen außergewöhnlich intensiven Winterdienst. Neben einem massiven Anstieg des Salzverbrauchs musste auch das Tausalz-Verbot für Bürger zeitweise aufgehoben werden.
Im Juli schon heiß auf Schnee? Hauptsache, das Salz reicht noch für die Pommes.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die Stadtreinigung Hamburg hat eine Bilanz des vergangenen Winterdienstes vorgelegt und blickt auf eine arbeitsintensive Saison zurück. Von Mitte Oktober bis Mitte April prägten zahlreiche Einsatztage und ein massiv gestiegener Salzverbrauch die Arbeit der Einsatzkräfte. Aufgrund der extremen Witterung mussten zudem Sonderregelungen für die Bevölkerung getroffen werden. Die Wetterlage im vergangenen Winter war nach Angaben der Verantwortlichen extrem. Zu diesem Fazit kommt Chefin der Stadtreinigung Daniela Enslein, wie die Tagesschau berichtet. Sie bezeichnete die Wetterlage im Zeitraum von Mitte Oktober bis Mitte April als "außergewöhnlich". Insgesamt verzeichnete die Stadtreinigung in dieser Zeit 54 Tage mit winterlicher Witterung.
Enormer Aufwand auf Hamburgs Straßen
An 21 dieser Tage kam es zu sogenannten "Volleinsätzen". Dabei waren mehr als 700 Männer und Frauen mit 366 Fahrzeugen im Einsatz, um die Verkehrswege von Schnee und Eis zu befreien. Allein an diesen Tagen räumten die Einsatzkräfte zusammengenommen gut 70.000 Kilometer Straße. Hinzu kamen rund 13.200 Kilometer Radwege und rund 14.000 Kilometer Fußwege. Auch die Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs forderte großen Aufwand: 128.000 Bushaltestellen und Busbuchten sowie knapp 180.000 Fußgängerüberwege wurden von Schnee und Eis befreit.
Ausnahmen beim Tausalz-Verbot und hoher Salzverbrauch
Eine Besonderheit der vergangenen Wintersaison betraf die Hamburger Bevölkerung direkt. Gleich zweimal wurde das sonst geltende Tausalz-Verbot für die Hamburgerinnen und Hamburger aufgehoben. Diese Ausnahmen galten vom 6. bis zum 21. Januar sowie vom 30. Januar bis zum 13. Februar. Auch die Stadtreinigung selbst stieß an ihre Kapazitätsgrenzen und musste Streumittel nachordern. Insgesamt wurden im Laufe des Winters 22.291 Tonnen Salz gestreut. Im Vergleich zum vorherigen Winter stellt dies eine drastische Steigerung dar, da damals lediglich 6.500 Tonnen verbraucht worden waren. Für die kommende Saison ist die Stadtreinigung jedoch bereits vorbereitet. Die Lager seien schon jetzt wieder aufgefüllt, erklärte eine Sprecherin der Stadtreinigung und fügte hinzu: "Für uns könnte der Winter schon jetzt kommen."
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