Wassereinbruch auf der Kieler Förde: Historischer Segler „Sturmvogel“ droht zu sinken
Das historische Segelschiff „Sturmvogel“ hat in Kiel-Friedrichsort massiven Wassereinbruch erlitten. Die Feuerwehr kämpft mit Lenzpumpen und einem Löschboot gegen das Sinken des maroden Holzseglers.
Das historische Segelschiff „Sturmvogel“ droht in Kiel-Friedrichsort auf den Grund der Kieler Förde zu sinken. Nach einem massiven Wassereinbruch am Sonntag ist die Berufsfeuerwehr Kiel im Einsatz, um das marode Schiff zu sichern. Die Einsatzkräfte versuchen derzeit, das Sinken durch gezieltes Abpumpen des Wassers zu verhindern. Am ehemaligen Marinefliegergeschwader in Kiel-Friedrichsort ist die Berufsfeuerwehr Kiel im Einsatz. Wie die shz berichtet, hat das als marode geltende Segelschiff „Sturmvogel“ am Sonntag einen massiven Wassereinbruch erlitten und droht infolge dessen auf den Grund der Kieler Förde zu sinken. Die Einsatzkräfte eilten zum Unglücksort am Ponton, der direkt gegenüber dem Sportflughafen liegt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wies der markante, hellblaue Holzsegler mit den aufgemalten Sonnenblumen bereits eine bedrohliche Schlagseite auf. Die Feuerwehr begann daraufhin mit einem sogenannten Lenzeinsatz, dem gezielten Abpumpen des Wassers.
Sicherungsmaßnahmen auf dem Wasser
Neben Einsatzfahrzeugen an Land ist auch das Löschboot „Dat Füürschipp“ direkt längsseits gegangen, um den Havaristen zu sichern. Die Einsatzkräfte kämpfen mit leistungsstarken Lenzpumpen gegen die Wassermassen im Rumpf an, um das Schiff zu stabilisieren und ein vollständiges Sinken in letzter Sekunde zu verhindern. Rund um das Schiff wurde vorsorglich eine Ölsperre ausgelegt.
Ein bekanntes Problem für die Einsatzkräfte
Für die Kieler Retter ist der Oldtimer kein Unbekannter – das marode Schiff beschäftigt Behörden und Einsatzkräfte seit Jahren. Tatsächlich bewahrheitet sich nun die Befürchtung vieler Beobachter, da der Zustand des ehemaligen Fischkutters seit langem als kritisch gilt: Bereits im Jahr 2020 war die „Sturmvogel“ nach einem massiven Wassereinbruch im Kieler Hafen komplett auf den Grund gesunken und musste damals in einer tagelangen, aufwendigen Bergungsaktion von Spezialkräften wieder gehoben werden. Auch in den Folgejahren kam es immer wieder zu brenzligen Situationen, bei denen aufmerksame Passanten oder Hafenmitarbeiter die Feuerwehr alarmieren mussten, weil der Rumpf erneut vollzulaufen drohte. Ob der historische Segler nach diesem erneuten Zwischenfall dauerhaft gerettet oder endgültig aufgegeben werden muss, ist derzeit noch unklar; der Fokus der Feuerwehr liegt aktuell ganz auf der akuten Schadensbekämpfung, um eine Umweltverschmutzung und das vollständige Sinken des Schiffs im Fahrwasser zu verhindern.
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