Uetersen prüft dauerhaftes Angebot von Lime-E-Scootern
Nach einer irrtümlichen Freischaltung von E-Scootern und Leihrädern in Uetersen steht die Stadtverwaltung nun im Austausch mit dem Anbieter Lime. Eine dauerhafte Einführung wird geprüft.
Die Stadtverwaltung verfolgt die Entwicklungen aufmerksam, konkrete Entscheidungen für einen Betrieb in der Rosenstadt stehen allerdings noch aus. „Wir beobachten die Situation und prüfen mögliche Handlungsmöglichkeiten“, erklärte Stadtsprecherin Anna Winterberg auf Anfrage unserer Redaktion, wie die shz berichtet. Sollte Lime das Vorhaben weiterverfolgen, seine Angebote auch in Uetersen dauerhaft bereitzustellen, werde die Verwaltung die politischen Gremien informieren, um gemeinsam über das weitere Vorgehen zu beraten und zu entscheiden. Die zwischenzeitliche Rücknahme der Freischaltung durch Lime habe die Stadt zur Kenntnis genommen.
Konfigurationsfehler führte zu Frühstart
Zuvor hatte Lime gegenüber unserer Redaktion bestätigt, dass Uetersen bereits kurzfristig freigeschaltet worden war. Aufgrund eines Konfigurationsfehlers sei dies jedoch irrtümlich geschehen, erläuterte Rania Bouaouina, Public Affairs Manager und Regional Lead Germany bei Lime. Der Fehler sei inzwischen behoben worden. Derzeit können daher weder Lime-E-Scooter noch Lime-Fahrräder in Uetersen ausgeliehen oder genutzt werden. Ein späterer Start ist allerdings nicht ausgeschlossen. Lime bestätigte, mit der Stadt im Austausch zu stehen. Eine Ausweitung des Angebots auf Uetersen sei grundsätzlich denkbar – allerdings nur in Abstimmung mit der Kommune. Unabhängig davon können die Fahrzeuge ausschließlich von Personen ab 18 Jahren ausgeliehen werden.
Kritik an E-Scootern
Lime bezeichnet sich selbst als weltweit größten Anbieter von Sharing-Angeboten für E-Mikromobilität. Das Unternehmen wirbt mit dem Ziel, Mobilität gemeinschaftlich, bezahlbar und emissionsfrei zu gestalten. Zuweilen stößt das Geschäftsmodell jedoch auf Kritik. Achtlos abgestellte E-Scooter auf Gehwegen oder am Fahrbahnrand sowie verkehrswidriges Verhalten einzelner Nutzer sorgen für Beschwerden. Insbesondere Fußgänger fühlen sich dadurch beeinträchtigt.