Neuer Teilnehmerrekord in der Kinderstadt Neumünstrum
Nach zwei ereignisreichen Wochen zieht das Kinderdorf Neumünstrum eine positive Bilanz. Trotz Wetterkapriolen gab es einen neuen Besucherrekord und bereits erste Pläne für das Jahr 2028.
Wie die shz berichtet, war der Andrang auf die Kinderstadt auch in diesem Jahr riesig. In der ersten Woche nahmen knapp 430 Kinder teil, in der zweiten Woche waren es 420. Bereits vier Wochen vor dem Start war das Projekt ausgebucht, sodass trotz zusätzlicher Plätze eine Warteliste eingerichtet werden musste. „Wir haben damit in diesem Jahr wieder einen neuen Höchststand erreicht“, berichtet Mitbegründer des Kinderdorfs Ulf Schlossbauer. Nicht alle interessierten Kinder konnten am Ende teilnehmen. „Irgendwann ist die Grenze der Fahnenstange leider erreicht“, sagt Schlossbauer.
Großes Engagement der Jugendlichen und jungen Selbstständigen
Begleitet wurde das Projekt in diesem Jahr von knapp 60 Teamern, von denen viele erst 15 oder 16 Jahre alt waren. „Unser Anspruch ist eben auch der, dass wir Ehrenamtliche ausbilden und die Leute motivieren wollen, im Ehrenamt tätig zu sein“, erklärt Schlossbauer. Trotz schwieriger Bedingungen mit Starkregen zu Beginn und großer Hitze während der Veranstaltung sei die Stimmung insgesamt sehr gut gewesen. „Ich bin so zufrieden, wie man nur sein kann“, sagt Schlossbauer zum Abschluss der zwei Wochen. Ein besonderes Highlight war die hohe Zahl an Selbstständigen, die in der Kinderstadt eigene Stände für Glitzer-Tattoos oder Pokémonkarten gründeten. Letztere verkauften sich besonders gut. „Das war gigantisch, wie schnell die Kinder so etwas entwickelt haben.“ Auch die jüngsten Teilnehmer hätten sich bereits gut behauptet. „Das ist echt beeindruckend, was die da alles wieder auf die Beine gestellt haben“, meint Schlossbauer.
Traditionelle Versteigerung zum Abschluss
Den krönenden Abschluss bildete am Samstag eine große Abschlussfeier mit vielen Auftritten, einem bunten Rahmenprogramm und einer Versteigerung. „Das haben wir traditionell so gemacht, dass wir noch ein paar Stücke aus der Stadt raussuchen, und die werden dann am letzten Tag versteigert“, erklärt Schlossbauer. Die Kinder nutzten die Gelegenheit, ihre verbliebene stadteigene Währung, die Münzter, für Kunstwerke, Werbeschilder oder T-Shirts auszugeben.
Pläne für das Jahr 2028 stehen bereits
Auch für die Zukunft gibt es bereits konkrete Pläne, denn Neumünstrum soll im Jahr 2028 wiederkommen. „Der T-Shirt-Entwurf für 2028 steht schon“, verrät Schlossbauer mit einem Schmunzeln, wobei lediglich die Farbe noch unklar ist. Viele Kinder wollen wieder dabei sein, und einige, die dann zu alt sind, planen eine Rückkehr als Teamer. Angesichts des großen Zuspruchs auch aus der Politik steht für Schlossbauer fest: „Es ist ein Projekt, das weiterleben soll und muss.“