Hunderte Besucher beim Green Screen Strandkino in Eckernförde
Am Eckernförder Nordstrand genossen zahlreiche Gäste kostenfrei preisgekrönte Naturfilme unter freiem Himmel. Neben kindgerechten Kurzfilmen stand ein Einblick in die Arbeit von Tierfilmer Jens Westphalen im Mittelpunkt.
Kino am Strand? Hauptsache, das Popcorn schmeckt nicht nach Salzwasser.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Beim Green Screen Open-Air-Strandkino machten es sich mehrere Hundert Gäste auf Decken und Stühlen gemütlich. Besonders das Making-of über Orang-Utans samt Einblicken von Filmemacher Jens Westphalen begeisterte das Publikum. Das kostenfreie Event bot Naturfilme direkt an der Ostsee. Beim Green Screen Open-Air-Strandkino verwandelte sich der Strand vor dem Ostsee Info-Center am Freitag, 17. Juli, in einen Kinosaal. Dank der tageslichttauglichen LED-Leinwand begann das Programm bereits um 16.30 Uhr, wie die shz berichtet. Mit den Füßen im Sand und der Ostsee im Hintergrund genossen hunderte Gäste völlig kostenfrei preisgekrönte Naturfilme unter freiem Himmel. Die Besucher machten es sich auf Decken, Stühlen und Liegen gemütlich, während ein leichter, warmer Wind wehte und die Sonne langsam unterging.
Programm für Familien und Kinder
Moderatorin Dagmar Weinberger führte durch das Programm mit kindgerechten Kurzfilmen. Sie ermunterte die Familien, Kindern ruhig einmal selbst das Handy zum Fotografieren zu geben. „Das ist oft der Anfang von allem“, sagte sie. Durch die Kamera lasse sich die Natur neu entdecken. Besucherin Madeleine Richter war mit ihren Enkelinnen Emilia (11) und Alma (7) gekommen. Besonders „Pia und die wilde Natur“ gefiel Emilia. „Wir hatten einen ganz tollen Nachmittag und die Regenjacken völlig unnötig dabei“, sagte Richter, die mit den Kindern auch noch für einen Teil des Abendprogramms blieb.
Einblicke in die Tierfilmer-Arbeit
Um 18.30 Uhr übernahm Moderator Michael van Bürk die Moderation. Er begrüßte Tierfilmer Jens Westphalen, der gemeinsam mit Thoralf Grospitz „Orang-Utans – Die unbekannten Menschenaffen“ gedreht hat. Der Film erhielt 2025 den mit 10.000 Euro dotierten Heinz Sielmann Filmpreis. Das Making-of zeigte, wie aufwendig die Aufnahmen auf Borneo waren und bot Einblicke in die Entstehung des Films. „Ich fand das Making-of unheimlich interessant und es war außerdem schön zu sehen, welche Männerfreundschaft die beiden Filmemacher verbindet“, sagte Frauke Hannemann aus Hohenlieth.
Begeisterung bei den Besuchern
Auch andere Gäste zeigten sich spontan begeistert. Kevin Breßler und Lisa Breßler aus Holtsee waren mit Tochter Marlie (1) eigentlich nur zum Abendessen an den Strand gekommen. Doch dann blieben sie vor der Leinwand hängen. „So bekommen wir etwas vom Film mit, während wir unsere spielende Tochter im Blick behalten können. Und auch wenn wir nicht jede Szene sehen, bleiben viele tolle Bilder“, sagte Lisa Breßler. Maren Ulrich kam dagegen extra mit ihrer Tochter vorbei, um den Film über die Orang-Utans zu sehen. „Mich haben schon die kurzen Ausschnitte bei der Preisverleihung beim Festival 2025 begeistert und ich wollte unbedingt mehr davon sehen“, sagte sie.Moderatorin Weinberger war erleichtert, dass das Wetter hielt und so viele Menschen dabei waren. „Hier schaut man viel konzentrierter als zu Hause“, sagte sie. Karin Paasch aus Bornstein hatte das Strandkino im vergangenen Jahr verpasst, aber dieses Mal war sie dabei. Green Screen wird sie aber noch über das Strandkino hinaus weiter begleiten. Paasch ist beim Festival Anfang September erstmals als Ehrenamtliche dabei. „Ich möchte gerne mitmachen, weil dieses Festival etwas Einzigartiges ist“, sagte Paasch. Und auch Tierfilmer Jens Westphalen freut sich schon auf das diesjährige Festival: „Green Screen in Eckernförde ist wirklich immer wieder schön. Es ist sehr professionell und alle Mitwirkenden sind wahnsinnig nett“, sagte er während des Strandkinos.
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