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Bremerhaven legt Kulturetat für 2026 fest

Die Stadt Bremerhaven plant im laufenden Jahr rund 26,24 Millionen Euro für den Kulturbereich ein. Während das Stadttheater mit Kürzungen rechnen muss, bleiben die Budgets anderer Einrichtungen weitgehend stabil.

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Kultur kost' Geld, aber ohne Theater wär's hier auch ganz schön trist. — Rocky, Chefkolumnist
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Für den Kulturbereich plant die Stadt Bremerhaven im laufenden Jahr Ausgaben in Höhe von rund 26,24 Millionen Euro. Dies entspricht etwa 2,5 Prozent des geplanten Gesamthaushalts von 1,017 Milliarden Euro für das Jahr 2026. Während beim Stadttheater Einsparungen vorgesehen sind, bleiben die Zuschüsse für andere Kultureinrichtungen weitgehend stabil, wie die Nordsee-Zeitung berichtet.
Kulturdezernent Hauke Hilz zeigt sich angesichts des Spardrucks zufrieden mit dem Entwurf des Doppelhaushalts. „Abgesehen von den Einsparungen beim Stadttheater gibt es keine Kürzungen im Kulturbereich“, betont der Kulturdezernent. Mit den Worten „Es hätte deutlich schlimmer kommen können“ legt Hilz die Zahlen vor.

Kürzungen beim Stadttheater und Entwicklung des Kulturamts

Für das Stadttheater plant die Stadt in diesem Jahr einen Nettozuschuss von knapp 16,37 Millionen Euro, wenn Ausgaben und Einnahmen durch den Kartenverkauf miteinander verrechnet sind. Für das Jahr 2027 soll dieser geplante Zuschuss auf knapp 16,08 Millionen Euro sinken. Im Jahr 2025 lag der geplante Zuschuss noch bei 15,9 Millionen Euro, allerdings beliefen sich die tatsächlichen Ausgaben laut dem nun vorliegenden Haushaltsabschluss auf 18,18 Millionen Euro.Das Kulturamt erhielt laut den Ist-Zahlen für das Jahr 2025 insgesamt 1,24 Millionen Euro und damit weniger als in den Vorjahren. Das lag daran, dass in der langen haushaltslosen Zeit nur für die Pflichtaufgaben Geld ausgegeben werden durfte und alles andere per Magistratsbeschluss geregelt werden musste. Für 2026 wird mit einem Zuschuss von 1,285 Millionen Euro geplant, für 2027 sind es 1,297 Millionen Euro. Das Kulturamt fördert die freie Kulturszene, zum Beispiel mit Projekten wie dem Kultursommer oder dem Bremerhavener Topf, und vergibt Zuschüsse an Vereine wie Kunst und Nutzen sowie den Kunstverein. Hier ist auch der Zuschuss für das Theater im Fischereihafen angesiedelt, bei dem die Stadt neben der FBG Gesellschafter ist und etwa 220.000 Euro im Jahr zahlt, worin auch die Personalkosten enthalten sind.

Einsparungen bei der Stadtbibliothek und dem Historischen Museum

Die Stadtbibliothek gab 2025 überraschend gut 200.000 Euro weniger als geplant aus. Statt der vorgesehenen 1,82 Millionen Euro wurden es gut 1,6 Millionen Euro. „Das lag daran, dass einige Stellen unbesetzt geblieben sind“, sagt Hilz. Da die Wiederbesetzungen laufen, bleibt es 2026 bei knapp 1,88 Millionen Euro, während sich der Betrag für 2027 um etwa 9.000 Euro erhöht.Das Historische Museum erhielt im Jahr 2025 knapp 1,22 Millionen Euro. In diesem Jahr stehen knapp 1,07 Millionen Euro als Zuschuss im aktuellen Haushalt, und für 2027 ist kaum mehr vorgesehen. Für das Stadtarchiv hat Bremerhaven 2025 insgesamt 628.000 Euro gezahlt; für 2026 sind 651.000 Euro eingeplant, und für 2027 erhöht sich dieser Betrag leicht auf gut 661.000 Euro.

Weitere Kultureinrichtungen und allgemeine Sparvorgaben

Für die Stadtteil-Kulturarbeit, die Projekte wie die Lichternacht im Speckenbütteler Park umfasst, wurden 2025 knapp 190.000 Euro ausgegeben. Im Jahr 2026 liegt der Zuschuss bei 186.000 Euro, und für 2027 sind gut 187.000 Euro vorgesehen. Die Jugendmusikschule kostete laut Haushaltsabschluss 2025 rund 557.000 Euro, während im Haushalt für 2026 und 2027 jeweils rund 600.000 Euro eingeplant sind. Die Jugendkunstschule kostete im Vorjahr gut 11.000 Euro; laut Plan sind in diesem Jahr und auch 2027 mehr als 19.000 Euro vorgesehen.Der Zoo am Meer wird ebenfalls über den Kulturhaushalt finanziert und erhielt 2025 insgesamt 878.000 Euro. Dieser Betrag erhöht sich auf jeweils 1,05 Millionen Euro in den Jahren 2026 und 2027. Das Figurentheater Bremerhaven und das Piccolo Teatro erhalten keine regelmäßigen Zuschüsse von der Stadt. Trotz der weitgehend eingefrorenen Budgets gibt es eine allgemeine Sparvorlage, die jedes Amt und damit auch alle Kulturämter vom Historischen Museum bis zum Zoo betrifft: Jedes Amt muss 3 Prozent seiner Personalausgaben einsparen.

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