Augustin Group plant weitere Expansion in Handewitt
Der Ersatzteilspezialist Augustin Group wächst rasant und plant nach dem jüngsten Neubau bereits die nächste Erweiterung. Ziel ist der Ausbau des weltweiten Versands und die Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Täglich verlassen mehrere tausend Pakete und rund zehn Lastwagen mit Fahrzeugersatzteilen das Gewerbegebiet in Handewitt, um Bestellungen in alle Welt zu liefern. Neben Deutschland und europäischen Ländern gehören auch Japan, Neuseeland und die USA zu den Empfängern. "Logistisch wäre ein Standort irgendwo im Raum Kassel oder Hannover sicherlich günstiger", sagt Betriebsleiter Torsten Schönherr offen, wie die shz berichtet. "Aber wir wollen Handewitt nicht verlassen. Hier liegen unsere Wurzeln. Wir wollen uns hier weiterentwickeln."
Rasantes Wachstum durch Stellantis-Fusion
Die Entwicklung des Unternehmens verlief in den vergangenen Jahren rasant. Nach dem Umzug von Haurup nach Handewitt im Jahr 2011 folgten Erweiterungen in den Jahren 2014, 2018 und 2020. Der jüngste Neubau „Am Heizwerk“ ist der größte in der bisherigen Firmengeschichte. Mittlerweile lagern dort rund 45.000 verschiedene Artikel vom Ölfilter bis zu kompletten Karosserieteilen. Letztere gewinnen an Bedeutung, da sie auch bei Elektrofahrzeugen nach Unfällen benötigt werden.
Der Platzbedarf ist enorm, da große Teile wie Türen oder Motoren viel Lagerfläche beanspruchen. "Große Teile brauchen enorm viel Platz", sagt Schönherr. "Wir hätten gern noch größer gebaut, da wir bereits auf externe Lagerkapazitäten zurückgreifen müssen." Haupttreiber dieses Wachstums ist die Fusion von Fiat Chrysler Automobiles und PSA zum Stellantis-Konzern, wodurch sich das Sortiment der Augustin Group auf 14 Marken ausweitete.
Zukunftspläne und Arbeitsplätze
Die Wurzeln des Betriebs liegen im Fiat-Geschäft der 1980er-Jahre, als Firmengründer Axel Augustin mit Ersatzteilen für klassische Fiat-Spider begann. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 140 Mitarbeiter, die täglich etwa 3000 Pakete packen. "Mit unseren Mitarbeitern stehen und fallen wir", sagt Schönherr. Mit einer weiteren Expansion sollen 50 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen und die Umsatzmarke von 100 Millionen Euro angestrebt werden, wofür das Unternehmen noch die Rückendeckung der Gemeinde benötigt.