Trauer um Itzehoer Gastronom: Bodo Maaß verstorben
Der Gründer der bekannten Itzehoer Bar "Hoge Kant" ist im Alter von 58 Jahren gestorben. Sein Nachfolger Paul Rohmann führt das Lokal im Sinne des Gründers weiter.
Der bekannte Itzehoer Gastronom Bodo Maaß ist im Alter von 58 Jahren in einem Hospiz in Elmshorn verstorben. Zehn Jahre lang betrieb er die Bar Hoge Kant am Berliner Platz, die sich zu einer festen Institution im Itzehoer Nachtleben entwickelte. Trotz des schweren Verlusts steht die Zukunft des Lokals fest, da Maaß bereits im Vorfeld für eine Nachfolge gesorgt hatte. Maaß eröffnete die Bar vor zehn Jahren in einer Phase des Umbruchs. „2015, am Tag des Weinfestes, haben wir mit einer Baustellenparty begonnen“, erinnert sich Haus-DJ Maik Weimann, wie die shz berichtet. Die Bar betrieb Bodo Maaß zunächst gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Astrid Kruse, die zuvor das „Cappuccino“ am Sandberg geführt hatte. Für ihr gemeinsames Lokal hatten sie ein Gebäude am Berliner Platz ausgewählt, in dem zuvor ein türkischer Gemüsehändler und anschließend eine Sportsbar ansässig waren. Der Name der Bar geht auf eine Anekdote zurück: „Bodo hat damals in Oelixdorf in der Straße Hoge Kant gewohnt“, berichtet Weimann. Scherzhaft habe er zu Maaß gesagt, dessen Wohnzimmer sei dann wohl die „Bar Hoge Kant“ – woraufhin der Name, der im Niederdeutschen für „Hohe Kante“ oder „Deichkante“ steht, feststand.
Ein neues Konzept für das Itzehoer Nachtleben
Mit einem hellen Anstrich, Neonlicht und moderner Technik kreierten Maaß und Kruse ein für Itzehoe neuartiges Konzept. Regelmäßig veranstaltete der Gastronom gemeinsam mit Weimann Karaoke- und Quiznächte und investierte in moderne Beleuchtungs- und Beschallungstechnik. Das Angebot wurde durch verschiedene DJs sowie Rock-, 90er- und Schlagernächte erweitert, was auch Gäste aus ganz Schleswig-Holstein anlockte. Laut Weimann erarbeitete sich das Lokal den Ruf, die „beste Karaoke-Bar Schleswig-Holsteins“ zu sein. Durch die Übertragung von HSV-Spielen kam weiteres Publikum hinzu. Nach dem Tod von Astrid Kruse entwickelte sich die Bar von einer Kneipe zu einer Location für hochwertige Unterhaltung weiter.
Nachfolge sichert die Zukunft der Bar
Obwohl der Tod des Gründers Weggefährten und Freunde tief bestürzt zurücklässt, hatte Maaß bereits im Vorfeld Vorkehrungen für die Zukunft getroffen. Im Herbst 2025 übergab er die gepachtete Bar an Nachfolger Paul Rohmann. Der Festival- und Veranstaltungsmanager kannte die Bar von eigenen Besuchen und fragte, in der Corona-Zeit quasi arbeitslos geworden, bei Bodo Maaß nach einem Job an. „Wir kannten uns ja schon, und schnell stand ich dann ab 2022 hier hinterm Tresen“, erzählt Rohmann.Im Jahr 2024 fragte Maaß Rohmann, ob er sich vorstellen könne, die Bar ganz zu übernehmen. „Es war Bodos Wunsch, nach zehn Jahren etwas kürzerzutreten“, so Rohmann. Er wolle die Bar so weiterführen wie bisher, aber auch ein paar neue Schwerpunkte setzen: mit Hip-Hop-, Rock- und 80er-Jahre-Partys sowie neuen Quizspielen. „Ich will Bewährtes fortsetzen und Neues hinzufügen“, unterstreicht Rohmann, der auch einen zusätzlichen Öffnungstag erwägt.
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