Seltener Gast in der Ostsee: Buckelwal vor der Kieler Förde beobachtet
Ein vermutlich kranker Buckelwal ist am Ausgang der Kieler Förde gesichtet worden. Die Behörden rufen dazu auf, großen Abstand zu dem Tier zu halten, das sich inzwischen wieder in Richtung offene See bewegt.
Ein Buckelwal ist am Ausgang der Kieler Förde gesichtet worden. Das schleswig-holsteinische Umweltministerium teilte mit, dass sich das Tier nach einem kurzen Aufenthalt in flacheren Gewässern wieder in Richtung offene Ostsee bewegt. Zuvor war bereits vor Heiligenhafen ein Wal beobachtet worden. Die Polizei informierte das Umweltministerium über die Sichtung des Buckelwals am Freitag (17.7.). Wie die Tagesschau berichtet, handelt es sich laut dem Ministerium vermutlich um dasselbe Tier, das zuvor bereits in Schottland und Dänemark beobachtet worden war. Bereits am Donnerstag (16.7.) war ein Wal vor Heiligenhafen gesehen worden. Laut einer Sprecherin hatte das Deutsche Meeresmuseum an diesem Tag gegen Mittag zwei Sichtungsmeldungen erhalten.
Frühere Sichtungen in Dänemark
In den vergangenen Wochen war ein Buckelwal mehrfach vor der dänischen Stadt Aarhus gesichtet worden. Nach Angaben der dänischen Umweltbehörde gab es später weitere Sichtungen im Gewässer zwischen Jütland und der Insel Fünen. Aussehen und Verhalten des Tieres ließen damals darauf schließen, dass dieser Wal krank ist. Die dänische Behörde rief daher dringend dazu auf, Abstand zu dem Wal zu halten.
Abstand halten zur Vermeidung von Stress
Auch das schleswig-holsteinische Umweltministerium bittet die Bevölkerung, bei Wal-Sichtungen großen Abstand einzuhalten. Im Falle einer Strandung soll diese umgehend den örtlichen Behörden gemeldet werden. Ein dichter Schiffs- und Bootsverkehr im Umfeld der Tiere stellt einen erheblichen Stressfaktor dar und sollte unbedingt vermieden werden. Aus diesem Grund sieht das Umweltministerium derzeit auch von einer engeren Begleitung des Buckelwals ab.
Schicksal von Buckelwal „Timmy“
Der aktuelle Fall erinnert an den Buckelwal „Timmy“. Im Frühjahr hatte eine private Initiative einen gestrandeten Buckelwal in die Nordsee gebracht und freigelassen. Das Tier wurde jedoch Mitte Mai tot vor der dänischen Ostseeinsel Anholt entdeckt.
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