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Neuer Nahverkehrsplan bringt weitreichende Änderungen für den Bahnverkehr im Kreis Schleswig-Flensburg

Der neue Landesweite Nahverkehrsplan für die Jahre 2027 bis 2031 sieht zahlreiche Neuerungen für den Kreis Schleswig-Flensburg vor. Geplant sind unter anderem neue Direktverbindungen nach Dänemark und Kiel sowie der Ausbau von Strecken.

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Direkt nach Dänemark durchfahren? Hauptsache, die haben da oben auch ordentlichen Tee. — Rocky, Chefkolumnist
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Der neue Landesweite Nahverkehrsplan für die Jahre 2027 bis 2031 bringt weitreichende Veränderungen für den Bahnverkehr im Kreis Schleswig-Flensburg mit sich. Neben neuen Direktverbindungen nach Dänemark und Kiel sind auch Taktverdichtungen und die Reaktivierung von Bahnhöfen geplant. Ein Meilenstein wird zudem die Fertigstellung der neuen Lindaunisbrücke im August 2027 sein.
Im August 2027 sollen die ersten Züge über die neue Lindaunisbrücke rollen, was für den Bahnverkehr im Kreis Schleswig-Flensburg einen Meilenstein darstellt. Ab Dezember 2027 sind weitreichende Änderungen geplant, wie die shz berichtet. So sollen die IC-Züge der DSB, die im Zwei-Stunden-Takt von Flensburg nach Fredericia verkehren, wegfallen. Stattdessen wird der RE7 alle zwei Stunden im dänischen Tinglev enden, wodurch von Schleswig, Jübek und Tarp aus eine umstiegsfreie Verbindung nach Dänemark entsteht. In Tinglev besteht Anschluss an Züge Richtung Kolding und Fredericia/Kopenhagen. Wer von Flensburg aus nach Kopenhagen reisen möchte, muss künftig in Tinglev statt in Fredericia umsteigen.

Neue Direktverbindung nach Kiel und Flügelkonzept

Eine weitere Neuerung betrifft die Linie RE74, die bislang zwischen Kiel und Husum mit Halt in Jübek und Schleswig verkehrt. Künftig soll auch Flensburg an diese Linie angebunden werden. Geplant ist ein „Flügelkonzept“, bei dem sich die Züge in Jübek teilen: Ein Zugteil fährt weiter nach Husum, der andere nach Flensburg. Dieses Konzept soll jährlich rund 6,5 Millionen Euro kosten. Für die technische Nachrüstung des Jübeker Bahnhofs sind drei Millionen Euro veranschlagt. Eine Umsetzung ist nicht vor 2028 zu erwarten. Durch das Flügelkonzept entsteht auf den Achsen Flensburg-Rendsburg und Flensburg-Kiel eine zweite stündliche Direktverbindung. Zudem steht die Reaktivierung der Bahnhalte Eggebek und Schuby im Raum. Auf den Linien RE72 und RE74 ist zudem geplant, die Züge ganztägig in Doppeltraktion mit zwei Wagen fahren zu lassen. Langfristig könnte auch der RE7 zwischen Neumünster und Flensburg in Doppeltraktion verkehren.

Pläne für Flensburg und Kappeln

Am Flensburger ZOB soll ein neuer, zentraler Innenstadtbahnhof entstehen, zu dem sämtliche in Flensburg endenden Fahrten geführt werden könnten. Zudem sind neue Halte an der Exe, am Krankenhausneubau, in Flensburg-Tarup, am Fördepark, Citti-Park und in Harrislee angedacht, während der Bahnhof Weiche als Fernbahnhof reaktiviert werden soll. Einen konkreten Zeithorizont nennt der Verkehrsplan hierfür nicht. Eine Bahnsprecherin kommentierte die Pläne im März mit den Worten: „Das ist alles Zukunftsmusik.“
Für die Strecke Süderbrarup-Kappeln, die derzeit nur für Museums- und Sonderfahrten genutzt wird, gibt es Vorüberlegungen für eine Reaktivierung im regulären Bahnverkehr. Die RB73 könnte dafür bis Kappeln verlängert werden, inklusive eines neuen Halts in Scheggerott. Dies setzt eine Ertüchtigung der 14 Kilometer langen Strecke voraus. Kostenschätzungen oder ein Zeitplan liegen hierfür noch nicht vor.

Keine Reaktivierung der Strecke Flensburg-Niebüll

Nicht mehr im Nahverkehrsplan enthalten ist hingegen die Reaktivierung der Bahnstrecke Flensburg-Niebüll. Im Plan heißt es dazu: „Nicht mehr enthalten ist die Reaktivierung der Bahnstrecke Flensburg – Niebüll, die politisch vor Ort keine Mehrheiten findet, die Trasse Niebüll – Flensburg soll jedoch gesichert werden.“ Damit ist eine Umsetzung der Pläne, die Orte wie Handewitt, Schafflund und Leck wieder an das Bahnnetz anzuschließen und laut einer Schätzung von 2018 rund 60 Millionen Euro kosten sollte, in weite Ferne gerückt. Reisende auf dieser Strecke müssen weiterhin den Bus nutzen.

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