Eier-Versorgung in Ostholstein trotz zeitweiser Einschränkungen gesichert
Nach vorübergehenden Verkaufsbeschränkungen bei der Discounterkette Netto geben andere Supermärkte in Ostholstein Entwarnung. Die Versorgung mit Eiern ist in der Region weitgehend stabil.
Zwei Packungen Eier reichen im Norden ohnehin für ein ordentliches Frühstück.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Nachdem der Discounter Netto den Eier-Verkauf in Norddeutschland zeitweise auf zwei Packungen pro Kunde beschränkt hat, stellt sich die Frage nach der Versorgungslage in Ostholstein. Eine Nachfrage bei verschiedenen Supermärkten der Region zeigt, dass sich die Situation inzwischen wieder entspannt hat. Die meisten Lebensmitteleinzelhändler geben Entwarnung und sehen die Versorgung mit Eiern als gesichert an. Kürzlich verbreitete sich die Nachricht, dass der Discounter Netto mit dem Hund im Logo den Verkauf von Eiern in Norddeutschland vorübergehend eingeschränkt habe, wie die shz berichtet. Eine Nachfrage vor Ort bestätigt, dass es in der vergangenen Woche tatsächlich zu einem Engpass gekommen war. Mittlerweile hat sich die Lage jedoch wieder beruhigt, und die Regale des Discounters sind wieder gefüllt, ohne dass Hinweise auf eine Beschränkung der Einkaufsmenge zu sehen sind.
Reaktionen der Mitbewerber in der Region
Vom Mitbewerber Netto ohne Hund-Logo heißt es in einer knappen Stellungnahme: „Netto Marken-Discount arbeitet seit vielen Jahren eng und verlässlich mit einer Vielzahl von regionalen und lokalen Erzeugerbetrieben zusammen. Dadurch können wir die Versorgung mit Eiern für unsere Filialen weiterhin grundsätzlich sicherstellen.“ Auch die Famila-Märkte sehen keinen Grund zur Sorge. „Es gibt keine Probleme, bei uns läuft alles wie immer“, berichtet Pressesprecherin Solveig Hannemann auf Nachfrage.Bei Lidl ist die Versorgung ebenfalls gewährleistet. Die dortige Presseabteilung teilt mit: „Wer bei anderen Lebensmitteleinzelhändlern derzeit vor leeren Eierregalen steht, muss demnach auf sein morgendliches Frühstücksei nicht verzichten, sondern ist bei Lidl zum Einkaufen herzlich willkommen.“
Lieferengpässe und steigende Nachfrage
Aldi Nord verweist auf die Informationen der eigenen Unternehmenswebseite. Dort wird erklärt: „Derzeit kommt es bei Eiern branchenweit in ganz Europa zu spürbaren Lieferengpässen und Preissteigerungen.“ Als Ursachen nennt das Unternehmen die Vogelgrippe sowie Ausbrüche der Newcastle Disease, einer weiteren hochansteckenden Viruserkrankung bei Geflügel. Zudem sei die Nachfrage nach Eiern in den vergangenen zwei Jahren aufgrund des „anhaltenden Protein-Trends“ stark gestiegen. Man beobachte die Entwicklung des Marktes genau und stehe in engem Austausch mit den Lieferanten. Ob die Filialen im Kreis Ostholstein direkt von Lieferschwierigkeiten betroffen sind, beantwortete Aldi Nord nicht.Die Rewe Group hingegen berichtet von einer Entspannung der Situation und verweist auf einen regionalen Vorteil: „In Schleswig-Holstein besteht zudem eine durchgehend lückenlose Versorgung mit Eiern unserer Eigenmarke.“
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