Jubiläum im Wattenmeer: Seit 40 Jahren Führungen zur Festungsinsel Langlütjen II
Wattführer Theodor Köhne bietet in diesem Sommer wieder Touren zur ehemaligen Festungsinsel Langlütjen II an. Die künstliche Insel im Wattenmeer blickt auf eine bewegte Geschichte zurück und darf normalerweise nicht betreten werden.
Die Teilnehmerzahl für die Ausflüge ist begrenzt. Wie die Nordsee-Zeitung berichtet, gibt es zwei Termine: am Sonnabend, 25. Juli, um 13.30 Uhr sowie am Sonnabend, 8. August, um 11.30 Uhr. Buchungen sind online (www.butjadingen.de/buchen/erlebnisse/wattwanderungen-buchen) sowie in der Tourist-Information Burhave und in der Tourist-Information Tossens möglich.
Errichtet als künstliche Festungsinsel
Langlütjen II liegt im Wattenmeer vor Nordenham-Blexen und wurde ab 1872 als künstliche Festungsinsel errichtet. Ab 1880 diente sie als Marine-Fort zur Sicherung der Wesermündung. Aufgrund ihrer militärischen Nutzung und ihrer Rolle als sogenanntes „Schutzhaftlager“ in den Jahren 1933/34 ist die Insel bis heute ein Ort mit bewegter und teils düsterer Geschichte, schildern die Veranstalter. Einheimische kennen sie daher auch unter Namen wie „Teufelsinsel“ oder „die Batterie“.
Zutritt nur mit Ausnahmegenehmigung
Heute gilt Langlütjen II als außergewöhnlicher „Lost Place“. Die Insel befindet sich in Privatbesitz und darf grundsätzlich nicht betreten werden. Theodor Köhne besitzt jedoch als einziger Wattführer eine Ausnahmegenehmigung und kann seine Gäste daher zu diesem besonderen Ort führen. Während der Tour erzählt er Wissenswertes über das Watt, die Insel und ihre Geschichte.
Die Wattwanderung dauert etwa 4,5 bis 5 Stunden. Kinder ab 8 Jahren können in Begleitung der Eltern oder eines Erziehungsberechtigten teilnehmen, Jugendliche ab 14 Jahren dürfen allein mitwandern. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass eine gute körperliche Verfassung nötig ist, da es teilweise durch schlickiges Watt geht. Im Watt wird barfuß gelaufen. Für den Vordeich und das Betreten der Insel hingegen gilt: festes Schuhwerk mitnehmen.