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Föhrer Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert kehrt nach schwerer Erkrankung zurück

Nach einem Schlaganfall während einer Walrettung und anschließendem Koma ist die Leiterin des Robbenzentrums Föhr wieder auf der Insel. Trotz gesundheitlicher Einschränkungen blickt Janine Bahr-van Gemmert dankbar in die Zukunft und plant bereits ihre Teilnahme am Tag der offenen Tür.

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Drei Monate nach einem schweren Schlaganfall während einer Walrettung ist die Leiterin des Robbenzentrums Föhr, Janine Bahr-van Gemmert, auf ihre Heimatinsel zurückgekehrt. Nach Koma und intensiver Rehabilitation blickt die Tierärztin dankbar in die Zukunft. Trotz anhaltender gesundheitlicher Einschränkungen plant sie bereits ihre Teilnahme am bevorstehenden Tag der offenen Tür ihrer Einrichtung.
Der Vorfall ereignete sich am 20. April, als die damals 58-Jährige an der Rettungsaktion für den Buckelwal „Timmy“ vor der Insel Poel beteiligt war. Die dramatischen Rettungsversuche erregten national und international großes Aufsehen. „Es war ein Chaos“, erinnert sich Janine Bahr-van Gemmert an das Kompetenzwirrwarr vor Ort, wie die shz berichtet. Ob der Stress die anschließende Hirnblutung auslöste, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Die kollabierte Tierärztin musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Rostocker Klinik geflogen werden.

Koma und der Weg zurück

Die medizinische Lage war äußerst kritisch. Ehemann André van Gemmert traf am 21. April in der Klinik ein. „Der Arzt hat gesagt, wir müssen operieren. Wir müssen eine Drainage legen, damit der Hirndruck abnimmt“, sagt der 74-Jährige über die schwere Zeit. Erst nach sechs Tagen öffnete seine Frau die Augen, reagierte jedoch bereits im Koma auf Berührungen. „Ich habe dich angesprochen: Ich liebe dich. Und du hast gesagt: Ich liebe dich auch“, berichtet er und fügt lächelnd hinzu: „Ich musste aber ziemlich lange streicheln.“ Die Patientin selbst hat an diese Phase keine Erinnerungen. „Ich kann mich erst wieder erinnern, als ich in eine zweite Klinik verlegt worden bin“, sagt Janine Bahr-van Gemmert. Es folgte eine anstrengende Zeit der Rehabilitation für die agile Frau, die zuvor rund um die Uhr auf Föhr und Amrum im Einsatz war. Zunächst konnte sie weder stehen noch selbstständig die Toilette aufsuchen. Sie wurde nacheinander in Reha-Kliniken in Schleswig und Damp verlegt.

Fortschritte und große Unterstützung

In der Rehabilitation machten sich schnell gesundheitliche Fortschritte bemerkbar. „Sie machen so schnelle Fortschritte, hat der Arzt in Schleswig zu mir gesagt“, erinnert sich die Insel-Tierärztin an das Lob des Mediziners. Bald konnte sie den Rollstuhl gegen einen Rollator und schließlich gegen das freie Gehen eintauschen. Währenddessen organisierten die Föhrer Annette Keisat und Stefan Gaul eine Spendenaktion, die rund 70.000 Euro für den Erhalt des Robbenzentrums und des „Tierhuus“ einbrachte. „Diese Mega-Spendenaktion hat uns wirklich überrannt“, freut sich Janine Bahr-van Gemmert. Der Wunsch nach einer Heimkehr wurde immer stärker. „Leute, ich muss nach Hause.“, war ihr damals klar. Am 13. Juni kehrte sie schließlich acht Kilogramm leichter nach Föhr zurück. Autofahren darf sie noch nicht, und sie benötigt regelmäßige Ruhepausen. „Vieles strengt mich an, und dann muss ich mich eine Weile ausruhen“, erklärt die Tierschützerin. Dennoch möchte sie am kommenden Sonntag beim Tag der offenen Tür dabei sein. „Mit einem Gottesdienst für Mensch und Tier um 14 Uhr und Führungen durch das Tierhuus“, kündigt sie an und ergänzt: „Und natürlich mache ich mit“.

Dankbarkeit für die Genesung

Die große Anteilnahme der Menschen bewegt die Tierretterin weiterhin tief. „Ich habe noch gar nicht alle Nachrichten beantworten können“, sagt sie. Obwohl sie noch nicht wieder voll in den Arbeitsalltag einsteigen kann, blickt sie optimistisch nach vorn. „Geduld ist nicht gerade mein zweiter Vorname“, scherzt sie über ihre Situation. Dennoch ist sie sich ihres großen Glücks bewusst: „Ich bin ein gläubiger Mensch. Und es ist ein Wunder. Man muss dankbar sein“, sagt Janine Bahr-van Gemmert.

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05.09., 04:12 Uhr