Rückschlag für Helgoländer Bäckerei-Genossenschaft bei Immobiliensuche
Die neu gegründete Inselgenossenschaft auf Helgoland wurde beim Bieterverfahren für die alte Bäckerei überboten. Trotz dieses Rückschlags hält die Genossenschaft an ihrem Ziel fest, bis Frühjahr 2027 wieder eine eigene Bäckerei zu eröffnen.
Seit Ende 2024 gibt es auf Helgoland im Kreis Pinneberg keine Bäckerei mehr, nachdem der Besitzer der letzten Backstube aus gesundheitlichen Gründen Konkurs anmelden musste. Um diesen Zustand zu beenden, gründeten die Insulaner eine Genossenschaft zur Finanzierung eines neuen Betriebs. Das Wunschobjekt, das Gebäude der alten Bäckerei, befand sich in den Händen eines Insolvenzverwalters und sollte wiederbelebt werden, wie die Tagesschau berichtet. Bei dem Bieterverfahren um diese Immobilie wurde die Genossenschaft jedoch überboten.
Zehn alternative Objekte im Blick
Trotz dieses Misserfolgs will die Genossenschaft nicht aufgeben. Nach Angaben von Bäckermeister und Vorstandsmitglied Mario Peterscheck hat die Genossenschaft zehn weitere Objekte als Alternative im Auge. „Wir machen weiter, egal wie lange es dauert“, sagte Peterscheck NDR Schleswig-Holstein.Die Genossenschaft hat sich im Dezember des vergangenen Jahres offiziell gegründet und zählt mittlerweile bereits über 1.100 Mitglieder. Bisher wurden nach eigenen Angaben 800.000 Euro an Eigenkapital eingesammelt. Insgesamt soll die Wiederaufnahme des Bäckereibetriebs rund 1,6 Millionen Euro kosten. Das Ziel der Genossenschaft bleibt es, die Insulanerinnen und Insulaner bis zum Frühjahr 2027 wieder mit frischen Brötchen und Kuchen zu versorgen.