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Vielseitiger Einsatz im Schleswiger Stadthafen: Hafenmeister Harald Eschen seit 26 Jahren im Dienst

Hafenmeister Harald Eschen kümmert sich im Schleswiger Stadthafen um 200 Liegeplätze und den angrenzenden Wohnmobilstellplatz. Auch nach 26 Jahren ist er täglich mit vollem Einsatz für Touristen und Camper vor Ort.

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26 Jahre Hafenmeister. Der Mann hat mehr Wasser gesehen als mein Kaffeepott. — Rocky, Chefkolumnist
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Hafenmeister Harald Eschen sorgt im Schleswiger Stadthafen seit 26 Jahren für einen reibungslosen Ablauf. Neben der Betreuung von 200 Liegeplätzen kümmert er sich gemeinsam mit seinem Team um den angrenzenden Wohnmobilstellplatz und führt anfallende Reparaturen selbst durch. Auch bei Herausforderungen wie dem Jahrhunderthochwasser im Oktober 2023 ist sein voller Einsatz gefragt.
Im Schleswiger Stadthafen herrscht im Sommer Hochbetrieb. Wenn Hafenmeister Harald Eschen in diesen Tagen zwischen den Stegen nach dem Rechten schaut, gibt es stets Arbeit und Fragen zu beantworten, wie die shz berichtet. „Wir sind hier auch ein Touristen-Hotspot Schleswigs“, sagt Eschen. „Als Hafenmeister beantwortet man jeden Tag viele Fragen, nicht nur von unseren Kunden, auch von den Touristen.“

Herausforderung Liegeplatz-Koordination und Kranarbeiten

Zusammen mit seinen Mitarbeitern betreut Eschen 200 Liegeplätze. „180 davon sind Dauerlieger, und rund 20 Plätze halten wir für Gastlieger vor.“ Dies erfordert viel Koordination. Dauerlieger, die zu einem längeren Turn aufbrechen, markieren ihre Box mit Grün. „Das bedeutet, dass ich in der Zeit, in der sie weg sind, auch in diesen Boxen Gastlieger unterbringen kann.“ Der Hafenmeister muss gewährleisten, dass die Gastlieger die Box rechtzeitig wieder freigeben. Ein wichtiges Element des Hafens ist der große Kran, mit dem Boote von bis zu 14 Tonnen bewegt werden können. „Ich bin auch Kranführer“, sagt er lachend. „Rund 380 gewerbliche und 20 bis 30 private ‚Kranungen‘ stehen allein zu Saisonbeginn an.“ Derzeit ist der Hafen ausgebucht, auch wenn die Warteliste kürzer ist als früher. „Man merkt auch hier, dass sich etwas verändert“, so Eschen. „Wir sind weiterhin auf einem hohen Niveau, aber die allgemein gestiegenen Grundkosten machen sich auch bei unseren Kunden bemerkbar.“ Seit 26 Jahren übt Eschen diese Tätigkeit aus, weshalb Sommerurlaub kaum möglich ist. „Außerhalb der Saison, vorzugsweise im Winter, nimmt er sich diesen. Vorher ist ein längerer Urlaub nicht so einfach“, sagt Eschen. Kleinere Reparaturen übernimmt das Team selbst. An der Kaimauer liegt zudem das Arbeitsschiff des Hafenmeisters. „Zu unseren Aufgaben gehören Wartung und Pflege der Fahrwassertonnen im Umfeld des Hafens“, erklärt Eschen. „Diese müssen zudem an der richtigen Position gehalten werden.“ Das Boot dient auch als Schlepper: „Hausboote müssen mal den Standort wechseln, oder Boote mit Motorausfall schleppen wir zurück in unseren Hafen.“

Betreuung des Wohnmobilstellplatzes

Zum Hafengelände gehört auch ein Wohnmobilstellplatz an der Schleikante, der von den Stadtwerken SH betrieben wird und Platz für bis zu 48 Wohnmobile bietet. „Der Platz gehört zu unserem Hafengelände“, so Eschen. „Auch hier sorgen wir dafür, dass alles rund läuft, und sind Ansprechpartner für alles, was den Gästen auf dem Herzen liegt.“ Reservierungen sind nicht möglich. „Drei bis vier Tage bleiben die Camper hier im Schnitt“, so der Hafenmeister. „Sie schätzen nicht nur den Blick auf die Schlei, sondern auch die Nähe zur Innenstadt.“ Die Camper bieten für den Hafenmeister einen praktischen Nebeneffekt. „Sie fungieren hier als kostenloser und guter Wachdienst“, sagt er mit ironischem Unterton. „Viele Camper sind ehemalige Wassersportler und haben deshalb immer noch einen Blick dafür.“ Bereits vor Dienstbeginn bemerken sie Mängel wie defekte Lampen. Eine Übernachtung kostet 28 Euro. „Inklusive allem“, ergänzt Eschen. „Und selbst im Winter ist unser Platz geöffnet. Zwar mit eingeschränkten Leistungen, aber Strom gibt es, und seinen Müll wird man auch los.“ Eschen schätzt seine Arbeit auch nach über zwei Jahrzehnten sehr. „Irgendwie ist doch jeder Tag anders“, sagt er. „Und man muss auch immer mit dem Unerwarteten rechnen.“ Dazu zählt das Jahrhunderthochwasser im Oktober 2023. „Wenn wir damals nicht mit allem, was uns zur Verfügung gestanden hat, versucht hätten, Hafen und Boote so lange es ging zu sichern, dann wären die Schäden noch weitaus gravierender gewesen.“

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