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Schäden am Fähranleger in Bremerhaven: Taucher untersuchen die Weserfähre

Nach der Einstellung des Betriebs der Weserfähre in Bremerhaven untersuchen Taucher die Schäden am Anleger. Ein Sanierungsplan steht bereits fest, doch der genaue Zeitpunkt für die Wiederaufnahme des Betriebs bleibt offen.

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Wenn nix mehr geht, geht immerhin noch der Taucher ins Wasser. Munter bleiben! — Rocky, Chefkolumnist
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Der Betrieb der Weserfähre in Bremerhaven wurde vorübergehend eingestellt, nachdem schwere Schäden am Fähranleger festgestellt wurden. Zur genauen Begutachtung der 70 Jahre alten Holzpfähle bei Niedrigwasser wurde ein Taucher eingesetzt. Ein Sanierungsplan soll den Anleger für die nächsten zehn Jahre stabilisieren, während die Reparaturarbeiten voraussichtlich im August stattfinden könnten.
Am frühen Morgen herrschte am Fähranleger der Weserfähre in Bremerhaven bereits Betrieb, obwohl keine Schiffe fuhren. Schiffsführer Michiel Dietrich war dennoch vor Ort, „falls die Fähre zur Seite gefahren werden muss“, erklärt er. Die eigentliche Arbeit fand an diesem Tag jedoch unter Wasser statt, wie die Nordsee-Zeitung berichtet: Heiner Bunger vom Tauchbetrieb Helgoland sollte die 70 Jahre alten Holzpfähle bei Niedrigwasser begutachten und fotografisch dokumentieren.

Untersuchung der Holzkonstruktion

„Später wird ein Holzgutachter noch Löcher bohren“, erklärt Geschäftsführer Robert Haase von der Weserfähren GmbH. Er und technischer Leiter Jörg Stelter waren mit weiteren Mitarbeitern vor Ort. Stelter kontrolliert den Anleger täglich und veranlasste vor gut einer Woche eine genaue Prüfung. „hat es da so komisch gewackelt“, erklärt er. Ein zuvor leichter Riss in einer Betonmauer hatte sich als mehrere Zentimeter tief erwiesen, woraufhin das Unternehmen den Betrieb vorübergehend einstellte. Der Taucher schwamm schließlich mit Kamera und Licht unter dem Anleger, um Bilder zu machen, da das Wasser für einen echten Tauchgang nicht tief genug abgesunken war. Die Mitarbeiter der Weserfähre warteten gespannt auf die Ergebnisse dieser Dokumentation.

Pläne für die Stabilisierung

Da sich der Anleger in Richtung Weser neigt, steht nun ein Plan für eine provisorische Stützung fest, die etwa zehn Jahre bis zur geplanten Sanierung halten soll. Vorgesehen ist, neue Stahl-Dalben mit einem Durchmesser von 1,40 Metern vorzusetzen und seitlich 40 Zentimeter dicke Stahlbetonrohre in die bestehenden Betonteile zu drehen. Auf Rammen und Rütteln wird verzichtet, da ein Baugrundexperte vor dem Aufweichen des Bodens gewarnt hat.

Zeitplan für die Reparatur

Eine für die Arbeiten benötigte Hubplattform wäre in der ersten Augustwoche für 14 Tage verfügbar. Wenn die Dalben pünktlich geliefert werden, könnte die Reparatur vor den Maritimen Tagen Mitte August abgeschlossen sein, hofft Haase. Der Zeitraum von zehn Jahren für das Provisorium ist so gewählt, da es voraussichtlich so lange dauern wird, bis der Anleger im Zuge des Neubaus des Geestesperrwerks ebenfalls neu gebaut wird.

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