Schäden am Fähranleger in Bremerhaven: Entscheidung über Weserfähre vertagt
Nach Schäden am Fähranleger der Weserfähre in Bremerhaven untersuchen Taucher die Konstruktion. Eine Entscheidung über den weiteren Betrieb wurde auf Mittwoch vertagt.
Wenn der Anleger wackelt, hilft auch kein büschen Gegenwind mehr. Moin!
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Der Betrieb der Weserfähre in Bremerhaven ist vorübergehend eingestellt worden, nachdem Schäden am Fähranleger festgestellt wurden. Ein Taucher untersuchte die 70 Jahre alten Holzpfähle der Konstruktion, um das Ausmaß der Beschädigungen zu dokumentieren. Eine Entscheidung darüber, ob die Fähre während der anstehenden Reparaturarbeiten wieder fahren kann, wurde auf Mittwoch vertagt. Am Fähranleger der Weserfähre in Bremerhaven ruht derzeit der Verkehr. Dennoch ist Schiffsführer Michiel Dietrich bereits vor Ort, „falls die Fähre zur Seite gefahren werden muss“, erklärt er. Der eigentliche Einsatz findet an diesem Tag jedoch unter Wasser statt: Heiner Bunger vom Tauchbetrieb Helgoland soll die 70 Jahre alten Holzpfähle bei Niedrigwasser begutachten und Fotos machen. „Später wird ein Holzgutachter noch Löcher bohren“, erklärt Geschäftsführer Weserfähren GmbH Robert Haase, wie die Nordsee-Zeitung berichtet.
Haase und technischer Leiter Jörg Stelter sind mit weiteren Mitarbeitern vor Ort. Stelter kontrolliert den Anleger täglich. Vor gut einer Woche „hat es da so komisch gewackelt“, erklärt er und er veranlasste eine genaue Prüfung. Ein zuvor leichter Riss in einer Betonmauer ist mehrere Zentimeter tief und das Unternehmen stellt schweren Herzens vorübergehend den Betrieb ein.
Pläne für eine zehnjährige Stabilisierung
Da sich der Anleger Richtung Weser neigt, sollen neue Stahl-Dalben mit 1,40 Metern Durchmesser vorgesetzt werden. In die bestehenden Betonteile werden seitlich 40 Zentimeter dicke Stahlbetonrohre gedreht. Das soll in Kombination für die nötige Stützkraft sorgen. Auf Rammen und Rütteln soll verzichtet werden, denn der Baugrundexperte hat vom Aufweichen des Bodens abgeraten. Eine für die Arbeiten nötige Hubplattform wäre in der ersten Augustwoche für 14 Tage verfügbar. Wenn die Dalben pünktlich geliefert werden, könnte die Reparatur vor den Maritimen Tagen Mitte August abgeschlossen werden, hofft Haase. Die zehn Jahre für das Provisorium sind für den Zeitraum bis zum geplanten Neubau des Geestesperrwerks gedacht, in dessen Zuge auch der Anleger neu gebaut wird.
Entscheidung über Fährbetrieb vertagt
Am Nachmittag hat es entgegen der ersten Einschätzung keine Neuigkeiten gegeben, ob die Fähre wieder fahren kann, während der Anleger repariert wird. Die für 14.30 Uhr angekündigte Entscheidung wurde nach hinten verschoben und dann vertagt. Fest steht, dass sich der Anleger im Millimeterbereich weiter Richtung Wasser geneigt hat. „Der Statiker muss jetzt rechnen. Eine Entscheidung werden wir erst am Mittwoch treffen und verkünden“, sagt Robert Haase.
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