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Polizei zieht positive Bilanz für Deichbrand-Festival und gibt Sicherheitstipps

Trotz vereinzelter Delikte wie Diebstahl und Körperverletzung zieht die Polizei eine friedliche Bilanz für das Deichbrand-Festival. Die Beamten geben zudem wichtige Ratschläge für einen sicheren Festivalbesuch.

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Das Deichbrand-Festival in Nordholz verläuft aus Sicht der Polizei außerordentlich friedlich. Trotz zehntausender Besucher wurden über den gesamten Zeitraum nur rund 100 Straftaten registriert. Die Polizei Cuxhaven gibt den Festivalgästen zudem wichtige Verhaltenstipps für ein sicheres Feiern an die Hand.
Beim Deichbrand-Festival herrscht trotz des viertägigen Ausnahmezustands eine positive Grundstimmung. „Wir müssen ganz klar sagen, dass es sich wirklich um ein außerordentlich friedliches Festival handelt“, sagt Polizeisprecher Stephan Hertz, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. „Im Vergleich dazu, dass da so viele Menschen feiern, ist es super friedlich.“ Dennoch lassen sich Straftaten nicht gänzlich vermeiden. Zu den am häufigsten erfassten Delikten gehören Diebstähle, Körperverletzungen, Betrugsdelikte sowie das Erschleichen von Leistungen durch gefälschte Festivalbändchen. Insgesamt wurden zuletzt rund 100 Straftaten verzeichnet.

Tipps gegen Diebstahl und Pfandpiraterie

Um sich vor Diebstählen zu schützen, rät die Polizei, nur die nötigsten Wertsachen mitzunehmen und auf größere Bargeldbeträge zu verzichten. Da auf dem Gelände bargeldlos mit einem RFID-Chip im Armband bezahlt wird, ist dies problemlos möglich. Zudem können Handys, Portemonnaies oder Autoschlüssel in Schließfächern des Veranstalters verwahrt werden. Wertsachen, die mitgeführt werden, sollten eng am Körper getragen werden. Ein früher häufiges Delikt spielt hingegen kaum noch eine Rolle. „So richtige Bandenstrukturen mit Pfanddiebstählen hat man kaum noch“, sagt Hertz. Der Grund dafür sei die Umstellung des Systems: „Die Pfandbecher sind alle gebrandet, es gibt keine neutralen Becher mehr. Die werden sie nirgendwo anders los, das macht es unattraktiv.“

Umgang mit Alkohol und Konflikten

Alkohol und Drogen spielen laut Polizei während des Festivals eine Rolle, wobei insbesondere hoher Alkoholkonsum Hemmschwellen sinken lässt und Streitigkeiten begünstigen kann. Beim Auffinden verbotener Betäubungsmittel stellt die Polizei Strafanzeigen aus. Kommt es zu körperlichen Auseinandersetzungen, bittet die Polizei um Aufmerksamkeit. „Helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen“, lautet der Rat von Hertz. Wer eingreifen möchte, sollte Sicherheitskräfte, die Polizei oder den Rettungsdienst informieren. Wer sich unsicher fühlt oder verfolgt wird, sollte gut beleuchtete Bereiche aufsuchen und andere Personen ansprechen. „Licht aufsuchen, Leute aufsuchen, Hilfe holen“, empfiehlt der Polizeisprecher.

Enge Kooperation und Awareness

Das Sicherheitskonzept basiert auf einer engen Zusammenarbeit von Veranstalter, Polizei, Rettungsdiensten und Sicherheitsunternehmen, die sich bereits im Vorfeld abstimmen und während des Festivals täglich mehrfach austauschen. „Wir arbeiten sehr intensiv mit allen zusammen. Die Kooperation ist wie immer top“, sagt Hertz. Besucher sollten möglichst in Gruppen unterwegs sein und aufeinander achten. Vorfälle sollten in jedem Fall gemeldet werden. „Wenn Sie Opfer einer Straftat werden oder verdächtige Beobachtungen machen, sollte das auch angezeigt werden“, sagt Hertz. Dafür stehen während des Festivals ausreichend Einsatzkräfte bereit. Zudem bietet ein Awareness-Team des Veranstalters eine Anlaufstelle bei Belästigung, Diskriminierung oder Grenzüberschreitungen.

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