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Heftige Unwetter in Niedersachsen sorgen für Überflutungen und Hagelschäden

Nach schweren Gewittern mit Starkregen und Hagel am Montagabend kämpfen Einsatzkräfte in Niedersachsen mit den Folgen. Auch in den kommenden Tagen bleibt die Wetterlage unbeständig.

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Heftige Unwetter mit Starkregen und Hagel haben in Niedersachsen zu zahlreichen Überschwemmungen und erheblichen Sachschäden geführt. Besonders betroffen waren die Region Hannover sowie die Landkreise Harburg und Hildesheim. Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei befanden sich im Dauereinsatz, um die Folgen der Stürme zu bewältigen.
In der Stadt und Region Hannover wurden zahlreiche Keller, Aufzugschächte, Tiefgaragen und Straßen überflutet, wodurch auch Autos stecken blieben. Die Feuerwehr in Hannover war nach Angaben eines Sprechers mit rund 300 Einsatzkräften pausenlos im Einsatz und arbeitet auch heute Morgen noch Einsätze ab. In Sarstedt war eine Frau durch die Wassermassen in ihrem Keller eingeschlossen. Feuerwehrleute befreiten sie, sie kam ins Krankenhaus. Neben vollgelaufenen Kellern und Tiefgaragen rückten die Einsatzkräfte vereinzelt auch wegen umgestürzter Bäume aus.

Hagelschäden und Brände durch Blitzeinschlag

Aus Sarstedt berichtet die Feuerwehr von drei bis vier Zentimeter großen Hagelkörnern, die Überdachungen beschädigt haben. Auch in Heidenau, einem Ortsteil der Samtgemeinde Tostedt im Landkreis Harburg, hat es laut einem Sprecher der Feuerwehr einen massiven Hagelschauer gegeben. Die großen Hagelkörner zertrümmerten unter anderem die Scheiben von Autos und schlugen Dellen in den Lack. Auch Dutzende Dächer seien beschädigt worden, so der Feuerwehrsprecher. Zudem musste der Flughafen Langenhagen laut Medienberichten kurzzeitig den Betrieb einstellen. In Bruchhausen-Vilsen im Landkreis Diepholz schlug ein Blitz in eine Scheune ein, die in Brand geriet. Für die Region um Göttingen und Braunschweig meldet die Polizei mehrere umgestürzte Bäume, in Northeim stürzte den Angaben zufolge ein Baum auf ein Pfarrhaus. Auch Celle, Hildesheim und der Heidekreis melden viele Feuerwehreinsätze. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Montagabend vor heftigem Regen, Gewittern, Hagel und vereinzelten Überflutungen in Teilen Niedersachsens gewarnt, wie die Tagesschau berichtet.

Weitere Gewitter und Abkühlung in den Nächten

Heute werden nach kühleren Temperaturen am Morgen tagsüber wieder Höchsttemperaturen zwischen 27 und 30 Grad im Binnenland und um die 22 Grad an der See erwartet. Besonders im Süden Niedersachsens könnte es am Nachmittag und Abend erneut Gewitter geben, stellenweise ist Starkregen mit Niederschlagsmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter möglich. Der Wind weht an der See mäßig bis frisch aus nordöstlichen Richtungen. Am Mittwoch bleibt es dem DWD zufolge überwiegend sonnig und trocken bei maximal 32 Grad, am Nachmittag sind Schauer und Gewitter möglich. Im Gegensatz zum Extremwetter Ende Juni mit Temperaturen bis zu 40 Grad und tropisch-heißen Nächten kühlt es in den kommenden Tagen nachts deutlich ab. In der Nacht zu Dienstag sagt der DWD Temperaturen von 17 bis 14 Grad im Binnenland voraus. Von Dienstag auf Mittwoch werden sogar nur 16 bis 13 Grad erwartet. Und auch im Laufe der Woche soll es so weitergehen.

Verhaltenstipps bei Hitze

Wetterexperte Martin Gudd vom ARD-Wetterkompetenzzentrum rät, sich möglichst nicht in der Sonne aufzuhalten und stattdessen den Schatten zu suchen. "Die Menschen müssen viel mehr trinken als normal. Das wird gern von älteren Personen vergessen", sagte Gudd. Sein Plädoyer: Die Fenster öffnen und versuchen, für Durchzug zu sorgen - gegebenenfalls zusätzlich mit Ventilatoren. Von der Option "Fenster zu und nasse Handtücher aufhängen" rät er strikt ab. "Wenn man die Räume zumacht, erkauft man sich Feuchtigkeit. Das ist vor allem für ältere Menschen potenziell tödlich", so Gudd. "Es gibt nichts Schlimmeres als Wärme und Feuchtigkeit in einem Raum."

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