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Heftige Unwetter in Niedersachsen sorgen für Hunderte Rettungseinsätze

Starkregen, Hagel und Blitzeinschläge haben in weiten Teilen Niedersachsens schwere Schäden verursacht. Besonders die Region Hannover war von Überflutungen betroffen, während Blitze Brände auslösten und den Bahnverkehr beeinträchtigten.

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Heftige Unwetter mit Starkregen, Hagel und Blitzeinschlägen haben in Niedersachsen zu zahlreichen Schäden und rund 1.000 Feuerwehreinsätzen allein im Raum Hannover geführt. Neben überfluteten Straßen und Kellern kam es zu Bränden und Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Für die kommenden Tage ist stellenweise mit weiteren Gewittern zu rechnen, während die nächtlichen Temperaturen für Abkühlung sorgen.
Wie die Tagesschau berichtet, rückte allein in der Stadt und Region Hannover die Feuerwehr von Montagabend bis zum frühen Dienstagmorgen zu rund 1.000 wetterbedingten Einsätzen aus. In diesem Zeitraum gingen 2.300 Notrufe ein, wodurch die Leitungen zeitweise überlastet waren, teilte ein Sprecher mit. Zahlreiche Keller, Aufzugschächte, Tiefgaragen und Straßen wurden überflutet, und Autos blieben in den Wassermassen stecken. In Sarstedt war eine Frau durch die Wassermassen in ihrem Keller eingeschlossen. Feuerwehrleute befreiten sie, und sie kam in ein Krankenhaus.

Einsätze und Schäden in der Region Hannover

Die Feuerwehr Hannover war nach Angaben eines Sprechers mit rund 300 Einsatzkräften pausenlos im Einsatz und arbeitete bis Dienstagmittag noch Einsätze ab. Am Flughafen Langenhagen musste nach Angaben eines Sprechers am Montagabend aus Sicherheitsgründen die Abfertigung für rund eine Stunde eingestellt werden. Als Folge des Unwetters meldet die Polizei Hannover außerdem einen Einsatz wegen verlorener Autokennzeichen: Bis Dienstag um 7 Uhr waren bereits rund 50 Kennzeichen abgegeben worden, die offenbar in den Wassermassen verloren gegangen waren. Laut Polizei gab es zudem außergewöhnlich viele Fehlalarme an Gebäuden, die mutmaßlich durch das Unwetter ausgelöst wurden.

Hagelschäden und Brände durch Blitzeinschläge

Aus Sarstedt berichtet die Feuerwehr von drei bis vier Zentimeter großen Hagelkörnern, die Überdachungen beschädigt haben. Auch in Heidenau, einem Ortsteil der Samtgemeinde Tostedt im Landkreis Harburg, hat es am Montagabend einen massiven Hagelschauer gegeben. Die Feuerwehr spricht von einem "sehr starken lokalen Ereignis". Die großen Hagelkörner zertrümmerten unter anderem die Scheiben von Autos und schlugen Dellen in den Lack. Auch Dutzende Dächer seien beschädigt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. "Ich wohne jetzt 18 Jahre in Heidenau, ich habe so was noch nie erlebt, so ein Chaos", berichtete eine Anwohnerin.Für Probleme im Bahnverkehr sorgte ein Blitz, der am Dienstagmorgen in ein Stellwerk bei Bad Bevensen einschlug. Auf der Strecke Uelzen - Hamburg gab es am Vormittag Verspätungen, Teilausfälle und Ausfälle, die sich auch auf die Strecke Uelzen - Braunschweig auswirkten, wie das Eisenbahnunternehmen metronom mitteilt. In Langwedel im Landkreis Verden geriet eine Scheune in Brand, laut Zeugen nach einem Blitzeinschlag. Fünf Menschen wurden durch Rauchgase leicht verletzt. Auch in Bruchhausen-Vilsen im Landkreis Diepholz schlug ein Blitz in eine Scheune ein und setzte sie in Brand.

Wetterausblick und weitere Schäden

Für die Region um Göttingen und Braunschweig meldete die Polizei mehrere umgestürzte Bäume. In Northeim stürzte den Angaben zufolge ein Baum auf ein Gemeindehaus. Im Heidekreis liefen nach Angaben eines Feuerwehrsprechers mehrere Keller voll. Auch Celle meldete Starkregen, mehrere Kellerzugänge und eine Straße standen unter Wasser. In einer Tiefgarage stand das Wasser nach Angaben der Feuerwehr stellenweise bis zu 30 Zentimeter hoch.Besonders im Süden Niedersachsens sind laut Deutschem Wetterdienst (DWD) am Nachmittag und Abend erneut Gewitter möglich, stellenweise kann es Starkregen mit Niederschlagsmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter geben. Im Binnenland werden Höchsttemperaturen zwischen 27 und 30 Grad erwartet, an der See um die 22 Grad. Der Wind weht an der See mäßig bis frisch aus nordöstlichen Richtungen. Am Mittwoch bleibt es dem DWD zufolge überwiegend sonnig und trocken bei maximal 32 Grad, am Nachmittag sind allerdings auch wieder Schauer und Gewitter möglich. Im Gegensatz zum Extremwetter Ende Juni mit Temperaturen bis zu 40 Grad und tropisch-heißen Nächten kühlt es in den kommenden Tagen nachts deutlich ab. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch werden 16 bis 13 Grad erwartet, und auch im Laufe der Woche soll es so weitergehen.

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05.09., 04:12 Uhr