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Föhr-Edition des Spieleklassikers Monopoly steht vor dem Ausverkauf

Seit 2018 begeistert eine eigene Monopoly-Ausgabe die Fans der Nordseeinsel Föhr. Nach fast 4000 verkauften Spielen zieht der Initiator Bilanz und blickt auf eine erfolgreiche Spendenaktion zurück.

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Schlossallee im Watt? Hauptsache, die Schlossallee säuft bei Flut nicht ab. — Rocky, Chefkolumnist
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Seit dem Jahr 2018 gibt es eine eigene Monopoly-Ausgabe mit Bezug zur Nordseeinsel Föhr. Nach fast 4000 verkauften Exemplaren steht das Spiel nun kurz vor dem Ausverkauf. Der Initiator zieht eine positive Bilanz und verweist auf eine Spendensumme von 27.000 Euro für wohltätige Zwecke.
Auf dem Spielbrett finden sich bekannte Orte wie der Fehrstieg, der Sandwall und der Ziegeleiweg wieder, während die Spieler in Utersum, Süderende oder dem Museum Kunst der Westküste landen können. Auch lokale Betriebe sind vertreten: Friseur Pohlmann liegt an der Promenade auf dem Feld der Schlossallee, und Edeka befindet sich an der Boldixumer Straße. Entwickelt wurde das Spiel, wie die shz berichtet, von Spielzeuggeschäft-Inhaber Stefan Peetz.

Vom Verkäufer zum Spielemacher

Zuvor gab es bereits eine Föhr-Ausgabe des Spieleklassikers. Als Peetz diese für sein Geschäft in der Großen Straße nachbestellen wollte, war die Auflage jedoch vergriffen. Da die Herstellerfirma „Winning Moves“ keine neue Auflage produzieren wollte, hieß es dort: „Peetz, mach’s doch selber“. Der heute 63-Jährige, der ursprünglich aus der Nähe von Husum stammt und zuvor in Berlin im Bereich Sozialpädagogik arbeitete, unterstützte dort Rollstuhlfahrer im täglichen Leben. „Heute heißt das persönliche Assistenz“, erklärt er. Im Jahr 1995 kam er nach Föhr, da war er 30. Sein Bruder führte bereits das Geschäft „Schaukelpferd“ in der Wyker Großen Straße, wollte dieses jedoch abgeben. Nach einem erfolgreichen Probesommer übernahm Peetz den Laden im Jahr 1996. „Ich hab’ mich total in die Insel und den Laden verliebt“, erinnert er sich an die Übernahme vor genau 30 Jahren. Sein Geschäft trägt den vollständigen Namen „Schaukelpferd – Gutes zum Spielen“. Bezüglich seines Sortiments erklärt Peetz: „Ich bin eher der konservative Typ“. Besonders kritisch sieht er Lizenzprodukte zu Fernsehserien oder Filmen. Als fachkundiger Einkaufsberater dient ihm sein zwölfjähriger Enkel aus Niedersachsen mit dem Rat: „Opa, das musst du haben“. Zudem begrüßt die Insel ihre Gäste mittlerweile auch auf Friesisch mit „Hartelk welkimen“.

Ein zweisprachiges Spiel für den guten Zweck

Bis zur Umsetzung des Projekts war es ein weiter Weg. Es mussten Lizenzgebühren gezahlt sowie Sponsoren für Straßen, Felder und Karten gefunden werden. Peetz stellte seine Idee den potenziellen Straßenbesitzern und den Bürgermeistern der Insel vor. „Nur zwei Dörfer haben nicht mitgemacht“, erinnert er sich. Eine Besonderheit ist die Sprache: Der Friesisch-Kurs der Eilun Feer Skuul übersetzte das Spiel in das Fering, wodurch die erste zweisprachige Monopoly-Version entstand. Mittlerweile existiert das Spiel auch auf Sorbisch. Peetz wollte am Verkauf der Spielfelder nichts verdienen, sondern dieses Geld spenden. Gemeinsam mit dem „Rotary Club“, dessen Mitglied er ist, kamen so 27.000 Euro zusammen. Das Geld ging unter anderem an die Schulen der Insel, Sportvereine, den Jugendkutter des Yachtclubs, den BUND-Ortsverband, die Musikschule und den Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt.

Keine Neuauflage geplant

Nach rund sieben Jahren sind fast alle 4000 Spiele verkauft. Eine aktualisierte Neuauflage schließt Peetz jedoch aus. „Ich bin jetzt 63. Noch einmal sieben Jahre, dann wäre ich 70.“, begründet er seine Entscheidung. In etwa vier Jahren möchte er sich aus dem Geschäft zurückziehen. Er findet: „Jetzt müssen andere ran“.

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