Alexander von Humboldt 2 startet nach Werftaufenthalt in die neue Saison
Das größte deutsche zivile Segelschulschiff hat seinen ersten Tagestörn des Jahres absolviert. Nach einer viermonatigen Sanierung und bestandener TÜV-Prüfung ist der Großsegler wieder in Bremerhaven im Einsatz.
Grünes Schiff, frische Luft und ordentlich Tauziehen – das nenne ich mal einen gelungenen Frühjahrsputz.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Der Großsegler „Alexander von Humboldt 2“ ist nach einer viermonatigen Werft-Zeit wieder flott und hat seinen ersten Tagestörn des Jahres von Bremerhaven aus absolviert. Zuvor hatte das Schiff die TÜV-Prüfung erfolgreich bestanden. Dutzende Menschen warteten am Quai auf die Freigabe der Gangway, um das frisch renovierte Segelschiff zu betreten. Eigentlich liegt die „Alex 2“ im Neuen Hafen. „Dort werden wir während der maritimen Tage im August wieder festmachen“, sagt Florian Guglielmi, Pressesprecher bei der Deutschen Stiftung Sail Training. Bis zuletzt waren noch letzte Handgriffe an Bord des größten deutschen zivilen Segelschulschiffs notwendig. Logistisch war es von Vorteil, im Fischereihafen zu liegen, erzählt Florian Guglielmi, während sich die Crew für die Sicherheitsunterweisung der Gäste startklar macht. Zu den Ehrenamtlichen, die sich an Bord engagieren, gehört Anne Marr aus Köln. Als Matrosin klettert sie auch in die Masten, um Segel zu setzen. Die Vorfreude der Ehrenamtlichen an Bord ist groß, mit dem Schiff wieder in See zu stechen. Nachdem das Segelschiff zur Inspektion und Reparatur im Dock der Bredo-Werft lag, haben Ehrenamtliche selbst Hand angelegt, Rost geklopft und alles in Grün neu angestrichen. Zum Ende wurde es eng, der Zeitplan noch einmal durcheinander gewirbelt.
Technische Herausforderungen vor dem Start
„Wir sind ganz schön ins Schwitzen gekommen“, berichtet Florian Guglielmi, „denn in der letzten Woche vor dem Tagestörn wurde festgestellt, dass das Steuergerät nicht funktionierte.“ Nur durch gute Kontakte konnte noch rechtzeitig Ersatz beschafft werden, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Aber auch der Einbau der neuen Abwasseranlage hat die Mannschaft vor Herausforderungen gestellt. Das Segelschiff mit den grünen Segeln ist wieder einsatzbereit. Der Stresstest lief ohne Gäste an Bord bereits zwei Tage früher. Mit einer Probefahrt nach Helgoland wurde die „Alex 2“ mit voller Kraft gefahren. „Wir sind Halsen und Wenden gefahren“, erzählt Gesa Benzing, Wirtschafterin an Bord.
Herausforderungen für Crew und Kombüse
Kapitän Arno Schlamelcher ist noch beeindruckt von dem Segelmanöver, bei dem eine Wende mit Rahsegeln und selbstdrehendem Großtop gefahren wurde. „Das Manöver ist eine seglerische Herausforderung“, sagt Arno Schlamechler. Auch Katja Teichert hat es in der Kombüse gespürt: „Wir müssen vorgewarnt werden, weil sonst Geschirr kaputtgehen kann.“ Sie ist in doppelter Funktion an Bord. Als Mitarbeiterin der Deutsche Stiftung Sail Training ist sie für die Crew-Organisation verantwortlich. Ehrenamtlich kocht sie für die Mannschaft auf See.
Teamgeist und hohe Investitionen
Beim Tagestörn fuhr die „Alex 2“ nicht unter Vollzeug. Das heißt, es waren nur ein halbes Dutzend von insgesamt 24 Segeln gesetzt. „Es ist immer vom Wind und Wetter abhängig, wie viele Segel gesetzt werden“, sagt Florian Guglielmi. Wie viel Kraft und Zeit es kostet, die Tücher in die Höhe zu ziehen, haben etliche Gäste selbst gespürt. Sie durften selbst mit Hand anlegen. Dieser Teamgeist ist der Grund für die Ehrenamtlichen, am Gelingen einer Segeltour mitzuwirken. „Mit jungen Menschen an Bord zu arbeiten“, nennt Arno Schlamelcher den Grund, warum er auch im Ruhestand noch als Kapitän rund drei Monate im Jahr „zum Wohle des Schiffes“ unterwegs ist. Trotz aller menschlichen Tatkraft ist viel Geld notwendig, um den Großsegler weiter fahren zu lassen. 1,3 Millionen Euro hat die erste Generalsanierung nach dem Bau des Schiffes gekostet. Die Tische und Bänke in der Schiffsmesse unter Deck sind neu. Der Umbau hat 40.000 Euro gekostet. Diese Investition haben die Ehrenamtlichen finanziert.
In Neustadt in Holstein wurde die erste Meerwasser-Wärmepumpe Deutschlands offiziell vorgestellt. Das System nutzt die Wärme der Ostsee zur Versorgung von mehr als 200 Haushalten.
Das Deutsche Rote Kreuz hat seinen neuen Verwaltungssitz in der Bremer Überseestadt bezogen. Bislang verstreute Standorte werden nun an einem Ort zusammengeführt.
Nach Kürzungen bei den Schulbegleitungen lockern einige Hamburger Sonderschulen die Kontrolle der Schulpflicht. Die Schulbehörde mahnt die Einhaltung an, während Opposition und Eltern scharfe Kritik üben.
Wegen eines kapitalen Motorschadens startet die neue Elbfähre erst im kommenden Jahr. Der Fährbetrieb mit dem bisherigen Schiff bleibt bestehen, ist derzeit aber wegen Niedrigwassers eingeschränkt.
Nach dem Großbrand auf einem Schrottplatz in Leer hat die Feuerwehr ihren Einsatz nach dem Löschen der letzten Glutnester beendet. Zeitweise waren rund 250 Einsatzkräfte vor Ort.
Nach den Schüssen mit zwei Toten im Hamburger Stadtteil St. Pauli gerät eine Gruppe vermummter Männer in den Fokus der Ermittler. Neben der Mordkommission befasst sich nun auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität mit dem Fall.