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Behelfsbrücke am Neuen Hafen trotz laufender Arbeiten für Fußgänger freigegeben

Die neue Container- und Pontonbrücke am Neuen Hafen in Bremerhaven kann bereits auf eigene Gefahr genutzt werden. Da die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind, fehlt es allerdings noch an Barrierefreiheit.

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Hauptsache rüber, auch wenn’s wackelt. Wer barrierefrei will, mutt eben noch ’n beten warten. — Rocky, Chefkolumnist
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Die neue Behelfsbrücke aus Seecontainern und Pontons am Neuen Hafen ist überraschend bereits seit vergangenem Sonnabend für Fußgänger geöffnet. Obwohl die Arbeiten offiziell noch nicht abgeschlossen sind, gaben die Verantwortlichen die Konstruktion vorzeitig frei. Die Nutzung erfolgt derzeit auf eigene Gefahr, da wichtige Elemente wie Rampen und Schilder noch fehlen.

Die vorläufige Konstruktion soll die maroden Klappbrücken am Verbindungskanal ersetzen. Obwohl es zuvor hieß, dass die Pontonbrücke am Wochenende noch geschlossen bleibt, nutzen Fußgänger die Behelfsbrücke bereits rege. Wie die Nordsee-Zeitung berichtet, wuchten manche Touristen sogar ihre Pedelecs über die drei Treppenstufen am Eingang, während andere vorsichtig über die Bohlen gehen. „Super, dass wir wieder rüber können“, ruft ein Passant beim Ortstermin.

Nutzung auf eigene Gefahr


Offiziell sind die Arbeiten an der Brücke noch nicht fertiggestellt. Die aktuelle Version ist jedoch auf eigene Gefahr nutzbar, erklärt ein Stadtsprecher am Montag. Weil Menschen, die gut zu Fuß sind, die Brücke bereits nutzen können, haben die Verantwortlichen der Bremerhavener Entwicklungsgesellschaft Alter und Neuer Hafen (BEAN) die Konstruktion ohne viel Federlesen freigegeben. Bislang fehlen noch Hinweisschilder, die den Strom der Besucher lenken. Ein Schild mit der Aufschrift „Betreten auf eigene Gefahr“ soll in Kürze das bisherige „Betreten verboten“-Schild ersetzen. Der Weg ist noch nicht fertig und es wird weiter daran gearbeitet, betont der Stadtsprecher.

Kritik an fehlender Barrierefreiheit


Im Internet gibt es bereits deutliche Kritik an der aktuellen Lösung, da Rollstuhlfahrer bei dieser Variante offenbar vergessen wurden. Es fehlen derzeit noch Rampen und Übergangsbleche. Die Verantwortlichen weisen jedoch darauf hin, dass dies noch nicht das endgültige Provisorium ist, welches die Klappbrücken über die nächsten Jahre ersetzen soll; die Konstruktion wird noch weiter ausgebaut. Vielen Besuchern ist dies am Montagmorgen jedoch egal, sie nutzen trotz wippender Böden, offener Bohlen und Treppenstufen den Weg, um den großen Umweg über die Glasbrücke zu vermeiden. Zurzeit ist zudem nur ein Durchgang geöffnet, während ein zweiter Weg aus Bohlen und Containern noch abgesperrt bleibt.

Sicherheitsprüfung und Maritime Tage


Die Behelfsbrücke war zuvor bei einer Prüfung der Sicherheitsbehörden mit Blick auf Großveranstaltungen und die damit verbundenen Menschenmassen zunächst durchgefallen. Am Dienstag will die Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft bekanntgeben, wie die Lösung für die Maritimen Tage aussehen wird.

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