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Ausfall der Weserfähre belastet Hotel-Restaurant in Blexen

Wegen der Sperrung des Fähranlegers in Bremerhaven bleibt der Fährbetrieb nach Nordenham eingestellt. Das direkt am Anleger in Blexen gelegene Hotel-Restaurant Weserschlösschen leidet unter zahlreichen Stornierungen und ausbleibenden Gästen.

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Keine Fähre, keine Gäste. Da hilft wohl nur Teetrinken und Abwarten, moin. — Rocky, Chefkolumnist
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Der Ausfall der Fährverbindung zwischen Nordenham und Bremerhaven hat erhebliche Auswirkungen auf das Hotel-Restaurant Weserschlösschen in Blexen. Da der Bremerhavener Anleger gesperrt ist, bleibt der Fährbetrieb komplett eingestellt, was zu einem spürbaren Rückgang der Gästezahlen führt. Die Pächter des direkt am Anleger gelegenen Betriebs verzeichnen bereits zahlreiche Stornierungen.
Wie die Nordsee-Zeitung berichtet, haben Weserschlösschen-Pächter Frank Hennersdorf und seine Frau Ines Hennersdorf das Hotel-Restaurant am Anleger gepachtet. Diesen Sommer hat sich der Gastronom ganz offen anders vorgestellt. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, die Temperaturen angenehm - eigentlich müsse das Geschäft brummen. Doch weil momentan keine Fähre fährt, läuft es „schon noch, aber nicht so wie geplant“. In den vergangenen Tagen seien „haufenweise Absagen“ bei ihm eingegangen, sagt Frank Hennersdorf. Viele Auswärtige, die bei ihm im Hotel ein Zimmer gebucht hatten, um von dort aus zu Tagesausflügen nach Burhave und Tossens, aber auch nach Bremerhaven oder Cuxhaven aufzubrechen, hätten ihre Buchung wegen des Fährausfalls storniert.

Zahlreiche Stornierungen und ausbleibende Stammgäste

Zudem habe man in Blexen eine Reihe von Stammgästen, die von der anderen Weserseite stammen. Mit der Fähre gemütlich nach Nordenham übersetzen und dann im Weserschlösschen einkehren, um dort etwas zu essen und zu trinken - das sei für diese Gäste momentan nicht mehr möglich, führt Frank Hennersdorf vor Augen. Natürlich gäbe es für diese Gäste auch die Möglichkeit, durch den Tunnel zu fahren. Doch dann würde die Fährfahrt als Teil des Erlebnisses wegfallen. „Außerdem wäre es für sie ein Umweg von rund 40 Kilometern“, macht er deutlich. Zum Restaurant des Weserschlösschens gehören rund 100 Plätze im Inneren sowie 150 im Außenbereich. Quasi von überall kann man auf die Weser blicken, die sich direkt vor der Haustür befindet. Zum Hotel des Hauses gehören wiederum zehn Doppel- und ein Familienzimmer. Alle Stockwerke sind über einen Fahrstuhl erreichbar, der erst während der letzten großen Sanierung eingebaut worden ist.

Auswirkungen auf den Fahrradtourismus und Hoffnung auf schnelle Reparatur

Und was ist mit den Fahrradtouristen, die normalerweise die Fähre nutzen würden, um von der einen zur anderen Weserseite zu gelangen und auf dem Weg dorthin im Weserschlösschen eine Rast einlegen? „Die Fahrradtouristen sind für uns schon ein Faktor, aber kein allzu großer“, erläutert Frank Hennersdorf. Aber natürlich mache sich auch ihr Fernbleiben bemerkbar. Doch zumindest die Gäste aus Nordenham und dem Umland hielten dem Weserschlösschen nach wie vor die Treue. Man habe daher entschieden, wie gewohnt weiterzumachen - und zu hoffen, dass diese Durstrecke möglichst schnell vorbei ist. Falls es tatsächlich gelingen sollte, den Bremerhavener Anleger, wie angekündigt, binnen weniger Wochen wieder flottzumachen, wäre dies aus Sicht von Frank Hennersdorf begrüßenswert. Das Weserschlösschen am Blexer Fähranleger ist weit über Nordenham hinaus bekannt. Das denkmalgeschützte Gebäude, das optisch an ein Schloss erinnert, stammt aus dem Jahr 1907 und war bis 1980 der Bahnhof des Ortsteils. Oldenburger Architekten Herbert Backhaus und Marco Backhaus haben es 2017 erworben, von Grund auf saniert und dann an Ines und Frank Hennersdorf verpachtet.

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05.09., 04:12 Uhr