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Holstein-Kiel-Nachwuchs beringt Jungstörche in Bergenhusen

Zwei U19-Fußballer von Holstein Kiel haben die Storchenpflegestation Erfde bei der Beringung von Jungstörchen unterstützt. Die Aktion fand auf dem Hof Appelbü in Bergenhusen statt.

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Echte Störche beringen die gefiederten Kollegen. Hauptsache, keiner hebt ab. — Rocky, Chefkolumnist
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Zwei U19-Fußballer von Holstein Kiel haben die Storchenpflegestation Erfde bei der Beringung von Jungstörchen in Bergenhusen unterstützt. Die Nachwuchsspieler halfen dabei, zwei vier Wochen alte Küken für die Kennzeichnung vorzubereiten. Die Aktion auf dem Hof Appelbü wurde zudem vom Nabu begleitet.
An einem warmen Sommertag trafen sich die beiden jungen Fußballspieler Lasse Schröder und Finn Benninghoff aus dem Nachwuchsleistungszentrum der KSV mit Stephan Struve von der Storchenpflegestation Erfde. Auf dem Hof Appelbü in Bergenhusen galt es, zwei Storchenküken in einem Garten-Storchennest zu beringen. „Die beiden Storchenkinder sind vier Wochen alt und bekommen heute ihren ‚Ausweis‘“, erklärt Stephan Struve, wie die shz berichtet. Die Nummern der Ringe werden nach Wilhelmshaven gemeldet, wo alle Daten erfasst sind. Bei einigen Störchen, die mit einem Sender versehen sind, können zudem die Flugrouten nachverfolgt werden.

Beringung im Schatten

Normalerweise findet die Beringung direkt oben im Nest statt. „Meistens beringen wir oben im Nest. Heute werden wir die beiden Küken runterholen, im Schatten beringen und wieder hochbringen“, erklärt Struve. Gemeinsam mit den Fußballern fuhr er im Korb eines Teleporters nach oben. Der Blick in das flache, randlose Nest zeigte die Küken, die stets mit dem Kopf zur Mitte lagen. „Wenn sie mal müssen, rücken sie mit dem Hinterteil näher an den Rand, machen ihr Geschäft und rücken sofort wieder in die Mitte“, erklärt der Storch-Experte aus Erfde. Während der wenige Minuten dauernden Aktion stellten sich die Küken tot, während die Altvögel aus sicherer Entfernung zusahen.

Einsatz rund um die Uhr

Hauptberuflich arbeitet Struve als Bäcker. „Ich arbeite ab Mitternacht und habe um 9 Uhr Feierabend. Und dann bin ich für die Störche im Einsatz – 24/7, das ganze Jahr“, sagt er. Seine Familie betreut das Stapelholmer Wappentier ganzjährig; vor acht Jahren übernahm er die Storchenpflegestation in Erfde. In Bergenhusen gibt es in diesem Sommer insgesamt 28 Jungstörche. In der Ausstellung in der Goosstroot 1 können sich Besucher in den Sommermonaten täglich von 10 bis 18 Uhr informieren. Neben Führungen stehen Smart Guides mit QR-Codes im Ort sowie Hörspiele für Kinder zur Verfügung.

Forschung im Storchendorf

Die Beringung wurde vom Nabu begleitet. Das Michael-Otto-Institut im Storchendorf Bergenhusen ist als bundesweite Fachinstitution des Nabu zum Thema Weißstorch tätig. Neben Forschungsprojekten koordiniert das Institut den alle zehn Jahre stattfindenden internationalen Weißstorchenzensus, bei dem Experten aus Europa, Asien und Nordafrika Daten zur Bestandssituation zusammentragen.

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