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Flensburger Dampf-Rundum zieht trotz Verkleinerung viele Besucher an

Das 17. Flensburger Dampf-Rundum lockte zahlreiche Gäste an die Förde, obwohl das Fest kleiner ausfiel als gewohnt. Für Unmut sorgten eine umstrittene Straßensperrung und gestiegene Kosten.

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Drei Dampfer reichen doch zum Tuten. Hauptsache, das Bier an den Buden war kalt. — Rocky, Chefkolumnist
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Das 17. Flensburger Dampf-Rundum hat trotz eines kleineren Rahmens als üblich zahlreiche Besucher angelockt. Neben dem verkleinerten Angebot an Dampfschiffen sorgte vor allem eine Vollsperrung der Schiffbrücke für Unmut bei Autofahrern und Veranstaltern. Dennoch ziehen die Verantwortlichen eine zufriedenstellende Bilanz und blicken bereits auf das nächste Fest im Jahr 2028.

Bei herrlichem Sommerwetter öffneten die Marktstände und Buden am Freitag bereits um 14 Uhr, bevor Oberbürgermeister Fabian Geyer im Beisein der Sponsoren (Nospa und Flensburger Brauerei) das Fest vier Stunden später offiziell einläutete. Das Spektakel fand jedoch in einem kleineren Rahmen als üblich statt. Die Aktivitäten konzentrierten sich angesichts der umzäunten Wasserkante fast ausschließlich um den Nordertorkai. Nur drei Schiffe waren am Start: Neben dem heimischen Salondampfer "Alexandra" waren der dänische Postdampfer "Skjelskør" und der Dampfschlepper "Bjørn" nach einer Seereise von 350 Kilometern dabei.

Weniger Schiffe an der Wasserkante

Der Eisbrecher "Stettin" war erst wenige Tage zuvor aus der Werft gekommen. "Und war noch gar nicht fahrbereit", so Hafenkapitän Frank Petry. Abgesehen davon stellte er infrage, ob man sich bei den massiv gestiegenen Kohlepreisen so einen Gast überhaupt noch leisten könne. Dieser Gast hätte mit Sicherheit auch wieder das (unernste) Dampferrennen gewonnen. Diesmal war es die "Skjelskør", die an der Tonne 13 als Erste die Ziellinie passierte. Die ansonsten schnelle "Alexandra" gab sich mit vornehmer Zurückhaltung mit dem letzten Platz zufrieden.

Zufriedenstellende Besucherzahlen trotz Einschränkungen

Trotz aller Einschränkungen war die Anzahl der Besucher nach nicht repräsentativer Zählung der Veranstalter zufriedenstellend, wie die shz berichtet. Dazu trug auch das von der Flensburger Tourismus-Agentur (Taff) organisierte Kulturprogramm bei. Die Taff war außerdem für den Ticketverkauf verantwortlich. Gut 60 Prozent aller Karten für die Fördefahrten gingen schon im Vorverkauf über den Tresen, Freitag und Samstag waren komplett ausgebucht. Was man von der Modellbau-Ausstellung nicht behaupten konnte. Susanne Grigull erwartete schließlich nur knapp die Hälfte der Besucher im Vergleich zu 2024, als fast 6000 Interessierte gekommen waren. "Wir sind wohl zu weit weg vom Markt und den großen Dampfern."

Bei der viel beschäftigten und gelobten Heidi Breuer vom Historischen Hafen liefen letztlich alle Fäden zusammen. Auch sie bedauerte, dass man mit lediglich drei Schiffen habe Vorlieb nehmen müssen. Doch wie Frank Petry richtet sie den Blick schon auf das nächste Rundum; dann stünden mit der "Stettin", "Wal" und "Bussard" drei zusätzliche Dampfer zur Verfügung. Unter den gegenwärtigen Umständen die maximal verkraftbare Zahl. "Mehr", so Petry, "können wir uns nicht leisten."

Ärger über Vollsperrung der Schiffbrücke

Wenig Verständnis gab es bei den beiden für die "unverhältnismäßige" Vollsperrung der Schiffbrücke, die nicht von ihnen initiiert worden sei. "Das war nicht in unserem Sinne und kaum jemandem zu vermitteln", meinte Heidi Breuer. In der Tat hatte die Maßnahme viele Autofahrer kalt erwischt. Besonders am Freitag gab es im Stadtteil Duburg bis hinunter zur Neuen- und Toosbüystraße Staus und Verzögerungen in beide Richtungen und entsprechenden Unmut.

"Wir wollten lediglich die Busspur für die rollenden Dampfmaschinen freihalten", betont Petry. Nach Intervention von Aktiv-Bus sei eine halbseitige Sperrung angedacht gewesen, bis die Verkehrsbehörde schlussendlich die beidseitige Sperrung umgesetzt habe, die mit zunehmender Dauer von uneinsichtigen Autofahrern ignoriert und kaum kontrolliert wurde. "Das wurde uns quasi aufgezwungen", heißt es aus dem Historischen Hafen, der nun auf den Kosten im vierstelligen Bereich sitzen bleibt. Ist das Dampf-Rundum unter den gegenwärtigen Umständen ein Auslaufmodell? Zumal die Kaikante vor 2030 kaum saniert sein wird. Die Veranstalter werden Bilanz ziehen, sich Gedanken machen und vielleicht wieder das Beste daraus machen. Bis jetzt ist der Ausblick nicht getrübt. Frank Petry: "Wir planen für 2028."

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