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Dreijährige Weltumsegelung: Würzburger Paar startet Segeltörn in Borsfleth

Dieter Steinborn und Grit Bürger haben ihre dreijährige Reise über die Weltmeere angetreten. Ihr Abenteuer startete im schleswig-holsteinischen Borsfleth, wohin sie 2029 auch wieder zurückkehren wollen.

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Ein Paar aus Bayern hat von Borsfleth aus eine dreijährige Reise über die Weltmeere angetreten. Mit ihrem Segelboot wollen die beiden Würzburger über den Atlantik und den Pazifik reisen, bevor sie im Mai 2029 an ihren Startpunkt zurückkehren. Die Route führt sie unter anderem in die Karibik und durch den Panama-Kanal.
Im Segelhafen des Borsflether Sportschippervereins haben Dieter Steinborn (66) und seine Lebensgefährtin Grit Bürger (56) ihr Boot „Panta Rhei“ startklar gemacht und sich von ihren Familien verabschiedet. Nun sind die beiden Würzburger zu ihrem dreijährigen Segeltörn aufgebrochen, wie die shz berichtet. Ihr Ziel soll am Ende wieder Borsfleth sein. Die Reise soll zunächst über die Nordsee und den Ärmelkanal in Richtung Spanien und Madeira führen, bevor es vor dem Beginn der Hurrikansaison über den Atlantik in die Karibik geht. Für das kommende Jahr planen die beiden Segler eine Passage durch den Panama-Kanal in den Pazifischen Ozean.

Vorbereitungen und Respekt vor der Reise

„Wir haben großen Respekt vor dem, was wir tun“, sagt Grit Bürger. Eigentlich liebt die Würzburgerin die Berge, läuft gern und ist begeisterte Rennradfahrerin. Die 56-Jährige arbeitet normalerweise an der Würzburger Universität, hat dort jedoch ein dreijähriges Sabbatical genommen. Ihr Lebensgefährte Dieter Steinborn ist bereits Rentner und war zuvor selbstständig. Vor rund 25 Jahren entdeckte der ehemalige Betreiber eines Dental-Labors, der früher mit seinem eigenen Flugzeug flog, den Segelsport für sich. Seit zehn Jahren ist er Eigner der in Holland gebauten, 12,60 Meter langen und 3,78 Meter breiten „Panta Rhei“. Der Name bedeutet übersetzt „Alles fließt, nichts bleibt, wie es ist“.
Das Paar lernte sich erst 2018 kennen. Nach ersten gemeinsamen Törns über Frankreich und England nach Westschottland bremste Corona die Reise aus, sodass der Nordsee-Törn erst 2023 fortgesetzt werden konnte. Über Liegeplätze in Kiel und Rendsburg kamen die Würzburger 2026 in Glückstadt an. Wegen einer mehrwöchigen Schleusenschließung mussten sie den dortigen Binnenhafen vorvergangene Woche verlassen und verbrachten die letzten Tage vor der Abreise im Segelhafen an der Stör vor Ivenfleth.

Herausforderungen auf engem Raum

Vor dem Start wurden die letzten Ersatzteile und Vorräte verstaut. „Wir haben eine Tonne zugeladen, darunter auch Essen und Trinken sowie 380 Liter Diesel“, so Steinborn. Damit soll auch eine längere Flaute überbrückt werden können. Neben der Technik stellt auch das Zusammenleben eine Aufgabe dar. „Das ist schon eine große Herausforderung, so lange auf kleinem Raum zusammen zu sein“, meint Bürger. Beide formulieren gemeinsam, dass man eine Grundzähigkeit brauche und den Mut haben müsse, im richtigen Moment eine Entscheidung zu treffen. Deshalb wollen sie aufeinander hören. „Damit wir nach drei Jahren zufrieden und gesund zurückkehren“, sagt Grit Bürger.

Rückhalt vom Verein

Kurz vor dem Start zeigten sich die Weltenbummler zuversichtlich. Vorsitzender des Sportschippervereins Ludger Walterbusch bestärkte die beiden Bayern an diesem Vormittag: „Wer mit dem schwierigen Revier der Elbe klarkommt, der kann auch die Welt besegeln“. Für den Fall unvorhergesehener Ereignisse gibt es einen Plan B. „Sollte alles anders kommen, brechen wir den Törn gegebenenfalls ab oder verkürzen die Reise“, so Grit Bürger.

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