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DLRG meldet deutlichen Anstieg der Badetoten im Juni

Wegen der hohen Temperaturen im Juni suchten viele Menschen Abkühlung im Wasser. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft warnt nun vor den Gefahren beim Baden, nachdem die Zahl der Ertrunkenen stark angestiegen ist.

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Im Juni ist die Zahl der Badetoten in Niedersachsen und bundesweit massiv angestiegen. Angesichts dieser Entwicklung mahnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zum Beginn der Sommerferien erneut zur Vorsicht beim Baden. Besonders Männer und junge Menschen sind laut den Lebensrettern gefährdet.
Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Sonntag sind im Juni in Niedersachsen acht Menschen beim Baden gestorben, wie die Tagesschau berichtet. Dies stellt einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat dar, in dem im Juni 2025 fünf Badetote verzeichnet wurden. Bundesweit ertranken mindestens 99 Menschen – so viele wie seit dem Jahr 2003 nicht mehr. Die DLRG mit Sitz in Bad Nenndorf im Landkreis Schaumburg hatte bereits nach den warmen Pfingsttagen, an denen bundesweit 18 Badetote zu beklagen waren, vor den Gefahren gewarnt.

Sorge vor weiteren Hitzewellen

Statt eines Rückgangs stieg die Zahl der tödlichen Unfälle jedoch massiv an. "Der tragische Start in die Badesaison gibt Anlass zur Sorge, dass bei weiteren Hitzewellen im Hochsommer erneut viele Menschen ihr Leben im Wasser verlieren könnten", sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Zum Beginn der Sommerferien und der Badesaison riefen die Retter erneut dazu auf, die Gefahren im Wasser nicht zu unterschätzen.

Besonders Männer gefährdet

Die Warnung der Lebensretter richtet sich in erster Linie an männliche Schwimmer. "Über 90 Prozent der Todesopfer im Juni waren männlich; unter den jungen Leuten sogar alle", berichtete Vogt. "Wir appellieren deshalb besonders an Jungen und Männer, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und auf riskante Aktionen zu verzichten."

Die meisten tödlichen Unglücke ereigneten sich im Juni in Seen, wo laut DLRG 55 Menschen starben. Zudem ertranken 21 Personen in Flüssen sowie jeweils sechs Personen in Schwimmbädern, im Meer und in Kanälen. "Schon eine einzige Fehlentscheidung kann innerhalb weniger Sekunden schwerwiegende Folgen haben", so Präsidentin Vogt.

Zur Erhöhung der Sicherheit gibt die DLRG folgende Tipps zum Baden: Nur an bewachten Badestellen ins Wasser gehen, sich vor dem Hineinspringen abkühlen und niemals überhitzt ins Wasser springen. Zudem sollte nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss geschwommen werden. Strömungen und unbekannte Gewässer sind zu meiden, während die eigenen Leistungsgrenzen realistisch eingeschätzt werden müssen. Kinder müssen immer beaufsichtigt werden. Beim Paddeln, Surfen oder Bootfahren wird das Tragen einer Schwimmweste empfohlen.

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