Umbau der Bremerhavener Halle X verzögert sich bis 2028
Die Fertigstellung des „Food Hub First“ in der ehemaligen Fischauktionshalle X verschiebt sich um Jahre. Junge Gründer müssen daher vorerst weiter in einer Übergangslösung arbeiten.
Bis 2028? Da ist mein Fischbrötchen ja schon dreimal kalt geworden.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Der Umbau der ehemaligen Fischauktionshalle X im Bremerhavener Fischereihafen verzögert sich um Jahre. Erst im dritten Quartal 2028 soll die Halle für junge Unternehmer der Lebensmittelbranche fertiggestellt sein. Bis dahin müssen die Gründer weiterhin eine Übergangslösung nutzen. Mit sogenannten „Food Hubs“ will das Wirtschaftsressort die Ernährungs- und Lebensmittelindustrie unterstützen. An den Standorten in Bremerhaven und Bremen sollen bestehende Unternehmen und Gründungswillige die Möglichkeit bekommen, neue Produkte zu entwickeln, zu testen und in den Markt zu bringen. In Bremerhaven läuft das Projekt unter dem Namen „Food Hub First“ und ist beim Technologie-Transfer-Zentrum (TTZ) angedockt, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Seit der Einrichtung im vergangenen Jahr konnte man hier bereits gute Ergebnisse präsentieren.
Kostenprüfung verzögert den Umzug
Bislang sind die Geräte und Maschinen, mit denen die Gründer neue Produkte wie Aufstriche, Backwaren oder Getränke entwickeln, in der Halle XIV untergebracht. Der Standort ist als Übergangslösung gedacht, bis die ehemalige Fischauktionshalle X umgebaut worden ist. Dort sollte das „Food Hub First“ eigentlich sofort einziehen. Weil die Umbaukosten jedoch aus dem Ruder gelaufen waren, hatte das Wirtschaftsressort auf die Bremse getreten, um alles noch einmal zu überprüfen.
Fertigstellung erst im Jahr 2028 geplant
Der Prozess zieht sich jedoch länger hin als erwartet. Noch im vergangenen Jahr lautete das Ziel, die Umbaumaßnahmen im dritten Quartal dieses Jahres abzuschließen und den Umzug des „Food Hub First“ vorzunehmen. Aktuell ist davon aber nicht mehr die Rede. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hatte sich nach dem Stand bei den „Food Hubs“ erkundigt. In der Senatsantwort wird betont, dass die Planungen für den Umbau abgeschlossen sind und nun die ermittelten Kosten von zehn Millionen Euro nochmals geprüft werden. Zudem wird angekündigt, dass im ersten Quartal des neuen Jahres eine Vorlage zum Umbau und zur Finanzierung vorgelegt wird.Nunmehr geht das Ressort davon aus, dass der Umbau der Halle X im dritten Quartal 2028 abgeschlossen wird und der Umzug im vierten Quartal vollzogen werden kann. Zu den Gründen steht in der Senatsantwort nichts. Auch auf Nachfrage gab es am Freitag keine Erläuterungen dazu aus dem Ressort für Wirtschaft und Häfen. Womöglich hat das unter Geldmangel leidende Ressort andere Schwerpunkte gesetzt und die Fertigstellung der Halle X verschoben, weil der „Food Hub“ dennoch arbeitsfähig ist.
Erfolge liegen über den Erwartungen
Bislang liegen die beiden „Food Hubs“ in Bremerhaven und Bremen, die eng zusammenarbeiten, bei den Resultaten über den Erwartungen. 52 Interessenten suchten den Rat der Experten beider Einrichtungen. Bei 16 ging es um eine konkrete Gründung. Zusätzlich zu diesen gemeinsamen Fällen wurden in Bremerhaven weitere 18 Unternehmen und Gründer begleitet, die sich in einer frühen Phase ihres Gründungsprojektes befinden und Interesse an den Produktionsmöglichkeiten im „Food Hub First“ zeigten. In Bremerhaven können die Gründer gegen Entgelt und zeitlich begrenzt die Geräte zur Herstellung von Lebensmitteln nutzen. Die Experten des TTZ begleiten sie dabei. Die Gründer können hier versuchsweise produzieren und auch schon Kleinserien herstellen, bis sie dann eine eigene Produktion aufbauen.
In Neustadt in Holstein wurde die erste Meerwasser-Wärmepumpe Deutschlands offiziell vorgestellt. Das System nutzt die Wärme der Ostsee zur Versorgung von mehr als 200 Haushalten.
Das Deutsche Rote Kreuz hat seinen neuen Verwaltungssitz in der Bremer Überseestadt bezogen. Bislang verstreute Standorte werden nun an einem Ort zusammengeführt.
Nach Kürzungen bei den Schulbegleitungen lockern einige Hamburger Sonderschulen die Kontrolle der Schulpflicht. Die Schulbehörde mahnt die Einhaltung an, während Opposition und Eltern scharfe Kritik üben.
Wegen eines kapitalen Motorschadens startet die neue Elbfähre erst im kommenden Jahr. Der Fährbetrieb mit dem bisherigen Schiff bleibt bestehen, ist derzeit aber wegen Niedrigwassers eingeschränkt.
Nach dem Großbrand auf einem Schrottplatz in Leer hat die Feuerwehr ihren Einsatz nach dem Löschen der letzten Glutnester beendet. Zeitweise waren rund 250 Einsatzkräfte vor Ort.
Nach den Schüssen mit zwei Toten im Hamburger Stadtteil St. Pauli gerät eine Gruppe vermummter Männer in den Fokus der Ermittler. Neben der Mordkommission befasst sich nun auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität mit dem Fall.