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Tipps gegen den Hitzekopf: Wie sich Migräne im Sommer lindern lässt

An heißen Tagen leiden viele Menschen verstärkt unter Kopfschmerzen und Migräne. Ein Neurologe erklärt die Auslöser und gibt Ratschläge zur Vorbeugung im Alltag.

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An heißen Sommertagen steigt das Risiko für Kopfschmerzen und Migräneattacken deutlich an. Ein Experte der Schön Klinik in Rendsburg erläutert die verschiedenen Auslöser wie Flüssigkeitsmangel und Wetterwechsel. Zudem gibt er praktische Ratschläge für einen gesunden Lebensstil und warnt vor der unüberlegten Einnahme von Medikamenten.
In den warmen Monaten klagen viele Menschen über dröhnende Köpfe. Warum hohe Temperaturen die Neigung zu Migräne verstärken, ist wissenschaftlich noch nicht gänzlich geklärt. „Das weiß kein Mensch“, entgegnet Chefarzt der Neurologie in der Schön Klinik in Rendsburg Prof. Dr. Ulrich Pulkowski auf die Frage nach den genauen Ursachen. Häufig sei nicht die Hitze allein ausschlaggebend, sondern vor allem ein Wetterwechsel und die damit verbundenen Veränderungen des Luftdrucks, wie die shz berichtet.

Flüssigkeitsmangel und Schlafmangel als Auslöser

Als weiteren wesentlichen Faktor im Sommer nennt Pulkowski den Flüssigkeitsmangel. Viele Menschen trinken ohnehin zu wenig, und bei Hitze ist die Menge im Verhältnis oft noch viel zu gering, was Attacken begünstigen kann. Auch Schlafmangel, der in heißen Sommernächten häufig auftritt, gilt laut dem Neurologen als absoluter „Migränetrigger“. Um einer Kopfschmerzattacke an heißen Tagen vorzubeugen, rät er daher, viel Wasser zu trinken, sich möglichst in kühlen Räumen aufzuhalten und die direkte Sonne zu meiden.

Lebensstil und Hausmittel zur Linderung

Generell gibt es laut dem Mediziner viele Stellschrauben im Alltag, um die Migräne zu lindern. „Wichtig ist allgemein, gesund zu leben. Ausdauersport ist hilfreich, Rauchen ist schlecht, zu viel Alkohol ist schlecht“, erklärt Pulkowski. Vor einer Medikamenteneinnahme solle man sich zunächst um einen gesunden Lebensstil bemühen: „Man muss versuchen, sich selbst möglichst gutzutun.“ Dazu gehöre auch, die Ernährung anzupassen sowie Stress und Anspannung zu reduzieren. „Man sollte schon überlegen, was beruflich oder privat ein solches Problem ist, dass man davon Kopfschmerzen bekommt“, so der Chefarzt. Bei Frauen könne zudem der Besuch beim Gynäkologen helfen, da Migräneanfälle auch hormonell bedingt und menstruationsabhängig sein können. Als wirksames Hausmittel empfiehlt er zudem Pfefferminzöl: „Pfefferminzöl auf Schläfen, Stirn und Nacken hat eine kühlende Wirkung und wirkt laut Datenlage so gut wie eine Aspirintablette.“

Warnung vor prophylaktischen Schmerzmitteln

Dringend abzuraten sei hingegen von vermeintlichen Wundermitteln aus der Werbung. „Das Medikament, das man in der Drogerie ohne Rezept kaufen kann und das die Migräne verhindert, gibt es nicht“, sagt der Chefarzt deutlich. Viele intensiv beworbene Produkte seien erwiesenermaßen wirkungslos und schadeten nur dem eigenen Portemonnaie. Jede Medikamenteneinnahme sollte daher mit dem Hausarzt abgeklärt werden. Zudem warnt Pulkowski vor einer zu frühen Medikation: „Es ergibt überhaupt keinen Sinn, Schmerzmittel prophylaktisch zu nehmen, ohne Schmerzen zu haben.“ Da Medikamente erhebliche Nebenwirkungen auf den Magen und die Nieren haben, sei eine tägliche Einnahme auf Verdacht „sicher eine schlechte Idee“. Da die Auslöser für Migräne extrem vielfältig sind, müsse am Ende jeder selbst auf den eigenen Körper Acht geben und Behandlungsmethoden eng mit dem Arzt absprechen.

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