Neubau der Köhlbrandbrücke erfordert Gespräche mit Hafenfirmen
Für den geplanten Neubau der Hamburger Köhlbrandbrücke müssen voraussichtlich ansässige Hafenfirmen weichen. Zudem leidet die marode Bestandsbrücke unter illegalen Schwertransporten.
Längere Rampen im Hafen? Hauptsache, der Gegenwind bleibt auf normaler Höhe.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Für den geplanten Neubau der Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen müssen voraussichtlich dort ansässige Hafenfirmen umziehen. Die neue Brücke soll Ende der 2030er-Jahre fertiggestellt sein und höher sowie weiter nördlich als das bestehende Bauwerk errichtet werden. Währenddessen leidet die marode alte Brücke unter zahlreichen Verstößen gegen das geltende Schwerlast-Verbot. Der geplante Neubau soll etwas weiter nördlich als die jetzige Köhlbrandbrücke und somit näher an der Stadt entstehen. Da die Fahrbahn rund 20 Meter höher hängen soll als bisher, müssen auch die Rampen zur neuen Brücke länger werden. Die für den Bau benötigten Flächen befinden sich zwar im Eigentum der Stadt, sind jedoch teilweise verpachtet. Ob die dort ansässigen Unternehmen an ihrem Standort bleiben können, ist derzeit noch offen, berichtet die Tagesschau. Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) erklärte, dass man nun das Gespräch mit den Firmen suchen müsse: "Was ist ihnen lieber? Was ist ihnen wichtiger? Was können Sie auch hinnehmen an Bauzeiteinschränkungen? Das sind alles Themen, die jetzt sehr, sehr kleinteilig und mit den Betroffenen erörtert werden."
Marode Brücke und illegale Schwertransporte
Die bestehende Köhlbrandbrücke ist mittlerweile so stark beschädigt, dass sie seit dem Frühjahr für Transporte mit einem Gewicht von über 44 Tonnen gesperrt ist. Trotz dieses Verbots halten sich nicht alle Speditionen an die Vorgaben. Laut Hafenverwaltung-Hamburg-Port-Authority-Chef Jens Meier werden teilweise mehrere Hundert Lastwagen pro Woche registriert, die schwerer als zulässig sind. Dabei würden Schwertransporte die ohnehin schon angeschlagene Köhlbrandbrücke erheblich mehr schädigen als normale Lastwagen, so Meier.
Ausweichrouten bis Oktober geplant
Um die Situation zu entschärfen, sollen bis zum Oktober dieses Jahres die Ausweichrouten für Schwertransporte durch den Hamburger Hafen vollständig ausgebaut sein. Im Zuge dieser Maßnahmen werden unter anderem Bordsteine abgesenkt und Mittelinseln in der Fahrbahn umgebaut, um den Schwerlastverkehr sicher umzuleiten.
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