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Matjestage und US-Car-Treffen locken zahlreiche Besucher nach Bremerhaven

Am Wochenende feiert Bremerhaven die traditionellen Matjestage im Fischereihafen, begleitet von der Oldtimer-Schau „Fish and Cars“. Trotz neuer Parkgebühren und Staus zeigen sich die Besucher begeistert.

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Fischkopp trifft Ami-Schlitten. Hauptsache, der Matjes schwimmt ordentlich. — Rocky, Chefkolumnist
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In Bremerhaven haben am Freitag die traditionellen Matjestage begonnen. Bei sonnigem und warmem Wetter bietet die Veranstaltung im Fischereihafen, die von dem US-Car-Treffen „Fish and Cars“ begleitet wird, ein vielfältiges Programm für Besucher. Neben kulinarischen Angeboten stehen historische amerikanische Fahrzeuge im Mittelpunkt des Interesses.
Von Freitag bis Sonntag wird in der Seestadt gefeiert, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Am Sonnabend tummelten sich wieder viele Besucher im Fischereihafen, wobei der Matjes-Anbiss um 13 Uhr einen der Höhepunkte bildete. Frisch zubereiteter Matjes wurde auf Platten angeboten. Zu den Gästen gehörte Marleen Gowess aus Dorum, die mit ihrem Lebensgefährten Joachim gekommen war. „Hier ist alles sehr schön. Das Wetter ist gut. Hier kann man rumgehen, bummeln, gut essen“, erzählt sie.

Besucher schätzen die Qualität in Bremerhaven

Auch Gäste mit längerer Anreise waren unter den Besuchern, wie Heidi Borchen und ihr Ehemann Hans-Dieter Borchen aus Ahlerstedt im Landkreis Stade. Sie hatten bereits eine Hafenrundfahrt gemacht und wollten im Laufe des Tages noch Matjes essen. „Wir essen gerne Fisch, und Matjes mögen wir sehr“, sagt Heidi Borchen. Ihr Ehemann schätzt die Qualität vor Ort besonders: „Wir fahren auch nach Zeven. Obwohl der Matjes dort auch gut ist, schmeckt er hier besser“, findet Hans-Dieter Borchen. Die beiden wollten den Tag noch bis zum Abend in Bremerhaven genießen. Ein weiterer Besucher, Gerhard Neils, war mit seiner Lebenspartnerin und den beiden Enkelkindern aus Bremen gekommen. Der gebürtige Bremerhavener berichtet von Hindernissen bei der Anreise: „Eigentlich wollten wir einen Abstecher zum Christopher Street Day machen und danach zu den Matjestagen in den Fischereihafen kommen“, erzählt Neils. „Aber die Autobahn war zu voll. Die Zeit wurde knapp, wir haben es nicht mehr rechtzeitig geschafft.“ Trotz des Staus genossen sie den Tag in der Seestadt. „Das Wetter ist gut, die Stimmung super“, sagt er. Wie lange sie bleiben, könne er noch nicht sagen: „Es kommt auf die Kinder an.“

Parkgebühren kein Problem für die Gäste

Im Vorfeld der Matjestage war die Parkplatzsituation rund um den Fischereihafen ein Thema, da die Parkplätze gebührenpflichtig wurden und an den Straßen mit Parkscheibe höchstens zwei Stunden geparkt werden darf. Befürchtungen, dies könnte Besucher abschrecken, bestätigten sich vor Ort jedoch kaum. Viele äußerten Verständnis für die Regelung. „Das empfinde ich nicht als Problem. Man muss ja überall fürs Parken bezahlen“, sagt Marleen Gowess. Auch Hans-Dieter und Heidi Borchen teilen diese Ansicht: „Wir haben auf dem Parkplatz geparkt. Bezahlen muss man ohnehin. Ich kann hier zumindest vernünftig parken.“ Auch die Lebensgefährtin von Gerhard Neils zeigt Verständnis, solange die Gebühren moderat bleiben. An einer Klinik in Bremen habe sie kürzlich für zwei Stunden acht Euro zahlen müssen, was sie als unangemessen empfand.

Leidenschaft für alte US-Autos

Neben dem kulinarischen Angebot zog das US-Car-Treffen „Fish and Cars“ die Aufmerksamkeit auf sich. Oldtimer-Besitzer präsentierten ihre Fahrzeuge aus dem vergangenen Jahrhundert. Als Teilnehmer war Dennis Behlen aus Bad Zwischenahn vor Ort. Er saß neben seinem roten Oldtimer und sprach mit Besuchern über das Fahrzeug. „Das ist ein 71er Chrysler 300, ganz wichtig, aus der non-letter Baureihe“, sagt er. Das Auto, Baujahr 1971, besitzt einen Lkw-Motor und ist 350 PS stark. Für Behlen ist das Hobby eine Leidenschaft: „Es ist ein besonderes Gefühl“, sagt er. „Das Cruisen auf der Straße, alles hinter sich lassen, den Moment genießen.“ Unter den Besuchern waren auch Einheimische wie der Bremerhavener Rolf Eckert. Er war zuvor im Speckenbütteler Park unterwegs, als ihn seine Fahrradfreundin zu einem Besuch im Fischereihafen überredete. Sie planten, mit ihren E-Bikes nach Dedesdorf zu radeln und zum Abendessen zurückzukehren. „Da wird vermutlich wieder Matjes auf dem Tisch stehen. Ich mag Matjes“, sagt Eckert. Seine Fahrradfreundin ergänzt: „Matjes ist so weich, dass man ihn mit der Zunge zerdrücken kann.“

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