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Internationales Workcamp pflegt die Nordoer Heide

Nach sieben Jahren Pause engagieren sich 14 junge Erwachsene aus verschiedenen Ländern im Naturschutzgebiet Nordoer Heide. Zwei Wochen lang unterstützen sie die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein bei der Landschaftspflege.

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Heidepflege per Hand? Hauptsache, die Deerns und Jungs packen ordentlich an. Läuft. — Rocky, Chefkolumnist
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Im Naturschutzgebiet Nordoer Heide engagieren sich derzeit 14 junge Erwachsene aus verschiedenen Ländern für den Erhalt der schleswig-holsteinischen Heidelandschaft. Im Rahmen eines internationalen Workcamps der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein übernehmen die Teilnehmenden Aufgaben, die nicht maschinell erledigt werden können. Das Camp findet nach einer siebenjährigen Pause vom 4. bis zum 18. Juli statt.

Handarbeit für den Artenschutz

Die Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren kommen unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Mexiko. Organisiert wird das Workcamp von den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten. Zwei Wochen lang unterstützen sie die Experten der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein vor Ort. Dabei übernehmen sie Aufgaben, die ausschließlich von Hand erledigt werden können. Sie entfernen junge Gehölze aus der Heide, pflegen wertvolle Offenlandbereiche und helfen dabei, Teiche und Tümpel für bedrohte Amphibien wie Knoblauch- und Kreuzkröte aufzuwerten. Wie die shz berichtet, leisten sie so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des einzigartigen Lebensraums mit Binnendünen, Heideflächen und Trockenrasen.

„Viele Pflegemaßnahmen lassen sich nicht mit Maschinen erledigen. Hier sind engagierte Hände gefragt. Gleichzeitig erleben die Teilnehmer Naturschutz ganz unmittelbar und lernen eine Landschaft kennen, die es so nur noch selten gibt“, sagt zuständige Flächenmanagerin der Stiftung Naturschutz Nicole Wirth. Die Nordoer Heide gehört zu den ökologisch wertvollsten Offenlandschaften Schleswig-Holsteins. Robustrinder, Exmoorponys und Ziegen halten die Flächen offen, was durch die gezielte Handarbeit des Workcamps ergänzt wird.

Förderung und internationaler Austausch

Neben dem aktiven Naturschutz steht auch der internationale Austausch im Vordergrund. Durch das gemeinsame Arbeiten, Kochen und Naturerleben entstehen Freundschaften sowie ein gemeinsames Verständnis für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen. Gefördert wird das Projekt mit 3800 Euro durch den Freundeskreis der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein sowie durch Privatspenden an die Stiftung. „Naturschutz lebt vom Mitmachen. Es ist etwas Besonderes, wenn junge Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern ihre Sommerferien nutzen, um sich gemeinsam für unsere Natur einzusetzen. Dieses Engagement verdient große Anerkennung“, sagt Vorsitzende des Freundeskreises der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein Sandra Redmann.

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