Eine Milliarde Miese? Da hilft wohl nur noch ganz eisernes Sparen an der Alster.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Hamburg muss im laufenden Jahr voraussichtlich zusätzliche Schulden machen. Dies geht aus der Antwort des Hamburger Senats auf eine Kleine Anfrage der CDU-Opposition hervor, die NDR 90,3 exklusiv vorliegt. Bei einem Überschlag des Fehlbetrags ergibt sich derzeit eine Summe von rund einer Milliarde Euro. Wie die Tagesschau berichtet, entfallen von dieser Summe rund 600 Millionen Euro auf sogenannte gesetzliche Leistungen. Hierzu gehören beispielsweise die Sozialhilfe, die Flüchtlingsunterbringung oder Hilfen zur Erziehung, auf die Menschen einen gesetzlichen Anspruch haben. Weitere rund 300 Millionen Euro werden für Versorgungsrückstellungen benötigt, also vor allem für die künftige Altersversorgung von städtischen Angestellten und Beamten.
Senat plant Bitte um zusätzliches Geld
Als weiteren Grund, warum das eigentlich eingeplante Geld in diesem Jahr nicht ausreicht, nennt der Senat auf Anfrage der CDU die Tarifeinigung für die Beschäftigten der Länder vom vergangenen Winter. Im Laufe des Sommers will der Senat eine genaue Prognose vorlegen und dann die Bürgerschaft um zusätzliches Geld bitten.
Kritik von der CDU-Opposition
CDU-Haushaltsexperte Thilo Kleibauer sagt, der Senat steuere in Rekordgeschwindigkeit auf ein massives Haushaltsdefizit zu. "Offenbar hat Senator Dressel für 2026 nur einen Schönwetterhaushalt aufgestellt, der jetzt wie ein Kartenhaus zusammenfällt", so Kleibauer. Viel zu lange habe der Senat den finanziellen Spielraum der Stadt überschätzt.
In Neustadt in Holstein wurde die erste Meerwasser-Wärmepumpe Deutschlands offiziell vorgestellt. Das System nutzt die Wärme der Ostsee zur Versorgung von mehr als 200 Haushalten.
Das Deutsche Rote Kreuz hat seinen neuen Verwaltungssitz in der Bremer Überseestadt bezogen. Bislang verstreute Standorte werden nun an einem Ort zusammengeführt.
Nach Kürzungen bei den Schulbegleitungen lockern einige Hamburger Sonderschulen die Kontrolle der Schulpflicht. Die Schulbehörde mahnt die Einhaltung an, während Opposition und Eltern scharfe Kritik üben.
Wegen eines kapitalen Motorschadens startet die neue Elbfähre erst im kommenden Jahr. Der Fährbetrieb mit dem bisherigen Schiff bleibt bestehen, ist derzeit aber wegen Niedrigwassers eingeschränkt.
Nach dem Großbrand auf einem Schrottplatz in Leer hat die Feuerwehr ihren Einsatz nach dem Löschen der letzten Glutnester beendet. Zeitweise waren rund 250 Einsatzkräfte vor Ort.
Nach den Schüssen mit zwei Toten im Hamburger Stadtteil St. Pauli gerät eine Gruppe vermummter Männer in den Fokus der Ermittler. Neben der Mordkommission befasst sich nun auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität mit dem Fall.