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30. August 1703

Originaleintrag, von KI überarbeitet

Kaperkapitän Lamell vor Helgoland

Am 30. August 1703 lief der Kaperkapitän Lovis Lamell auf der Helgoländer Reede ein. Nach sieben Schüssen auf eine holländische Galiot suchte er zunächst Klarheit über die Regeln des Hafens. Verwundete wollte er an Land bringen lassen; gestattet wurde schließlich nur ihm selbst und seinem Leutnant der Landgang.

Am 1. September brachte Lamell einen Hamburger Grönlandfahrer ein, den er vor Boston, also der nordfriesischen Insel, erbeutet hatte, und ließ ihn hinter der Düne ankern. Auch eine von Island kommende Schmacke war seine Prise. Solche Kaperfahrten waren im frühen 18. Jahrhundert ein kriegerisches Geschäft: Privat ausgerüstete Schiffe jagten gegnerische oder als feindlich beanspruchte Handelsschiffe, deren Ladung und Rumpf wertvolle Beute bedeuteten.

Die Gefangennahme blieb nicht ohne Druckmittel. Am 5. September ließ Lamell acht Mann von einer Oldenburger Schmacke an Bord festhalten. Er verlangte die Rückgabe von Gütern des Kommandeurs des Hamburger Grönlandfahrers, die Helgoländer von einer Fleute geborgen hatten. Als das laut Verzeichnis geforderte Zeug am 6. September zurückgebracht war, gab der Kaperkapitän die acht Männer frei.

Quelle: Bolzendahlsche Chronik Helgolands · Originaleintrag, redaktionell lesbar gemacht.

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