Zukunft der Trauungen auf Helgoland: Gemeinde prüft neue Hochzeitspauschalen
Nach Kritik an Erreichbarkeit und fehlenden Angeboten soll auf Helgoland ein neues Konzept für Trauungen erarbeitet werden. Der Hauptausschuss hat entsprechende Prüfungen beschlossen.
Wie aus der Niederschrift der Sitzung des Hauptausschusses hervorgeht, lag den Beratungen ein Antrag der SPD zugrunde. Antragsteller Nickels Krüß (SPD) hatte berichtet, das Standesamt sei nach Rückmeldungen von Gästen und Hotels schwer erreichbar. Zudem werde die früher beliebte Hochzeitspauschale mangels freier Termine nicht mehr angeboten.
Die Verwaltung erklärte, dass die Pauschalen im Einvernehmen mit dem Tourismusservice wegen Unwirtschaftlichkeit und Personalmangels eingestellt worden seien. Seit 2019 sei der Aufwand im Standesamt durch Nacherfassungen, Fortbildungen und internationale Fälle erheblich gestiegen. Organisatorische Leistungen wie Blumenschmuck oder Hotelabsprachen seien derzeit nicht zu leisten.
Perspektiven für das Standesamt und organisatorische Hürden
Eine Wiederaufnahme sei denkbar, wenn ausreichend Personal vorhanden ist. Dabei solle der Tourismusservice die Organisation übernehmen und das Standesamt ausschließlich den Trauakt durchführen. Ein Mitarbeiter des Sozialamts ist bereits ausgebildet und vertritt die Standesbeamtin, kann derzeit aber noch nicht alle Aufgaben übernehmen.Mit 36 Eheschließungen bis zum Sitzungstag liegt die Zahl der Trauungen über dem Niveau des Vorjahres. Für ein Arbeitsaufkommen von 100 bis 120 Trauungen im Jahr müsse über eine Stellenplanänderung und freie Trauredner nachgedacht werden. Allerdings senken freie Redner den Aufwand im Standesamt nicht zwingend.