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Zukunft der Trauungen auf Helgoland: Gemeinde prüft neue Hochzeitspauschalen

Nach Kritik an Erreichbarkeit und fehlenden Angeboten soll auf Helgoland ein neues Konzept für Trauungen erarbeitet werden. Der Hauptausschuss hat entsprechende Prüfungen beschlossen.

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Ja, Ja-Sagen auf der Insel ist fein – wenn man denn 'n Termin kriegt. — Rocky, Chefkolumnist
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Der Hauptausschuss der Gemeinde Helgoland hat am 9. September 2026 einstimmig beschlossen, dass die Verwaltung gemeinsam mit der Helgoland Tourismus-Information einen Vorschlag für Hochzeitspauschalen ausarbeitet. Das neue Konzept soll dem Tourismusausschuss und dem Hauptausschuss vorgelegt werden. Bis zum Sitzungstag wurden auf der Insel im laufenden Jahr bereits 36 Eheschließungen verzeichnet.
Wie aus der Niederschrift der Sitzung des Hauptausschusses hervorgeht, lag den Beratungen ein Antrag der SPD zugrunde. Antragsteller Nickels Krüß (SPD) hatte berichtet, das Standesamt sei nach Rückmeldungen von Gästen und Hotels schwer erreichbar. Zudem werde die früher beliebte Hochzeitspauschale mangels freier Termine nicht mehr angeboten.
Die Verwaltung erklärte, dass die Pauschalen im Einvernehmen mit dem Tourismusservice wegen Unwirtschaftlichkeit und Personalmangels eingestellt worden seien. Seit 2019 sei der Aufwand im Standesamt durch Nacherfassungen, Fortbildungen und internationale Fälle erheblich gestiegen. Organisatorische Leistungen wie Blumenschmuck oder Hotelabsprachen seien derzeit nicht zu leisten.

Perspektiven für das Standesamt und organisatorische Hürden

Eine Wiederaufnahme sei denkbar, wenn ausreichend Personal vorhanden ist. Dabei solle der Tourismusservice die Organisation übernehmen und das Standesamt ausschließlich den Trauakt durchführen. Ein Mitarbeiter des Sozialamts ist bereits ausgebildet und vertritt die Standesbeamtin, kann derzeit aber noch nicht alle Aufgaben übernehmen.
Mit 36 Eheschließungen bis zum Sitzungstag liegt die Zahl der Trauungen über dem Niveau des Vorjahres. Für ein Arbeitsaufkommen von 100 bis 120 Trauungen im Jahr müsse über eine Stellenplanänderung und freie Trauredner nachgedacht werden. Allerdings senken freie Redner den Aufwand im Standesamt nicht zwingend.

Kritik an E-Mail-Information und Vorschlag des Seniorenbeirats

Kritisiert wurde in der Sitzung zudem eine automatische E-Mail, die lediglich einen einzigen Fotografen nannte. Aus den Reihen des Seniorenbeirats kam der Vorschlag, Trauungen künftig auf Paare mit Erstwohnsitz auf Helgoland zu beschränken. Der Tourismusausschuss hatte die Tourismus-Information zuvor bereits mit einer Prüfung beauftragt. Ein Teil der Beratungen im Hauptausschuss fand nichtöffentlich statt.

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