Gemeinde Helgoland schaltet Land wegen Schüler-BAföG ein
Weil das Helgoland-Stipendium auf das Schüler-BAföG angerechnet wird, scheiterten Widersprüche von Inseleltern. Die Gemeindeverwaltung bittet nun das Innenministerium und Landtagsfraktionen um Unterstützung.
Eltern suchen Hilfe bei Gemeindeverwaltung
In den vergangenen Wochen hatten sich mehrfach Eltern von Helgoländer Schülern hilfesuchend wegen Anträgen auf Schüler-BAföG an die Gemeindeverwaltung gewandt. Das berichtete Fachamtsleiterin für Soziales Tatjana Neulen in der Sitzung des Hauptausschusses am 9. September 2026.
Seit diesem Jahr verlangte die zuständige Kreisbehörde einen Bescheid über das Helgoland-Stipendium. Nach der aktuellen Verwaltungsvorschrift wird dieses Stipendium auf das Schüler-BAföG angerechnet. Die Verwaltung hatte Familien bei Widersprüchen unterstützt, jedoch wurden diese abgelehnt. Die zuständige Sachbearbeiterin beim Kreis verwies an die Fachaufsicht im Innenministerium.
Verwaltung fordert Überprüfung durch das Land
Die Gemeinde schrieb deshalb in der Woche der Sitzung den zuständigen Ansprechpartner an und bat um Überprüfung. Sie legte dar, wofür das Helgoland-Stipendium gedacht ist: Es soll die Lebenssituation der Inselbewohner an die auf dem Festland angleichen. Eine Ausbildungsbeihilfe sei es nicht.
Sollte keine Abhilfe kommen, bat die Verwaltung die Landtagsfraktionen um Unterstützung. Auf Nachfrage sagte sie zu, ihr Schreiben samt Kontaktdaten und den Vermerk der Kreisbehörde an die Fraktionsvorsitzenden weiterzugeben.