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Finanzen auf Helgoland: Starkes Plus bei der Gewerbesteuer, doch das Haushaltsminus bleibt hoch

Kämmerer Pierre Pouvreau legt dem Wirtschafts- und Finanzausschuss den Bericht für das zweite Quartal 2026 vor. Trotz positiver Entwicklungen bei einzelnen Steuern rechnet die Gemeinde mit einem Jahresfehlbetrag von rund 16,7 Millionen Euro.

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Die Gemeinde Helgoland verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 trotz solider Gewerbesteuereinnahmen ein erhebliches Defizit im Haushalt. Laut einer Sitzungsvorlage der Gemeinde Helgoland beläuft sich das Minus nach bisherigem Buchungsstand auf rund 8,1 Millionen Euro. Der fortgeschriebene Haushaltsplan für das Gesamtjahr rechnet weiterhin mit einem Jahresfehlbetrag von rund 16,7 Millionen Euro.
Die aktuelle Lage der Gemeindekasse zur Jahresmitte beantwortet der Quartalsbericht für das zweite Quartal 2026, den Kämmerer Pierre Pouvreau am Mittwoch, 23. September, dem Wirtschafts- und Finanzausschuss vorlegt. Ein Beschluss ist nicht nötig, der Ausschuss soll den Bericht zur Kenntnis nehmen.<2>Entwicklung der Steuereinnahmen und AbgabenWichtigste Einnahmequelle bleibt die Gewerbesteuer: Bis zum 30. Juni hat die Gemeinde rund 9,47 Millionen Euro eingenommen. Im Vorjahr lag das zweite Quartal höher, weil damals Nachzahlungen aus früheren Jahren eingingen. In der Ergebnisrechnung mit Buchungsstand Mitte September stehen bei der Gewerbesteuer inzwischen bereits rund 17,1 Millionen Euro und damit mehr als die im Haushalt angesetzten 16 Millionen Euro. An das Rekordjahr 2025 mit gut 26,1 Millionen Euro reicht das aber bei weitem nicht heran.

Die Gemeindeeinfuhrsteuer, eine Helgoländer Besonderheit, lag Ende Juni bei rund 892.000 Euro, der Jahresansatz beträgt zwei Millionen Euro. Laut Verwaltung stehen hier noch Abrechnungen aus dem ersten Quartal aus. Bei der Zweitwohnungssteuer sind knapp 139.000 Euro eingegangen, weil die Steuer in diesem Jahr schon im ersten statt erst im zweiten Quartal erhoben wurde. Die Grundsteuer brachte rund 155.000 Euro, nach der Grundsteuerreform mit dem angepassten Hebesatz von 521 Prozent fallen die Einnahmen niedriger aus. Aus der Tourismusabgabe sind erst gut 7.000 Euro verbucht, die Abrechnung für 2025 steht noch aus. Erfreulich entwickeln sich dagegen die Anlandungsgebühren: Hier liegt das Soll bei rund 357.000 Euro und damit über den Vorjahreswerten.

Hohe Ausgaben belasten den Gesamthaushalt

Der Blick auf den Gesamthaushalt bleibt ernüchternd. Ein großer Teil der Ausgaben ist bereits abgeflossen: Von den geplanten Transferaufwendungen, vor allem Umlagen, in Höhe von 24,5 Millionen Euro sind schon 22,8 Millionen Euro gebucht. Wie das Jahr tatsächlich endet, hängt deshalb vor allem von den Steuereingängen im zweiten Halbjahr ab.

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