Schiffsverkehr nach Helgoland läuft nach wetterbedingten Ausfällen wieder an
Nach dem vollständigen Stillstand der Fährverbindungen nach Helgoland am Samstag normalisiert sich die Lage am Sonntag nur langsam. Während das Seebäderschiff MS Helgoland wieder verkehrt, fallen andere Schiffe weiterhin aus.
Ausfälle am Samstag und erste Fahrten am Sonntag
Am Samstag hatte Helgoland praktisch keine Anbindung über See. Wegen der angekündigten Seewetterlage und des hohen Seegangs hatten alle Reedereien ihre Verbindungen gestrichen. Der Halunder Jet ab Hamburg, Brunsbüttel und Cuxhaven, der Adler Cat ab Wilhelmshaven und Hooksiel, die Funny Girl ab Büsum sowie die Nordlicht und die MS Helgoland ab Cuxhaven blieben allesamt im Hafen. Auf der Fahrplanseite der Gemeinde war für den Samstag die Zahl der erwarteten Tagesbesucher mit null angegeben, was ein ungewöhnlicher Wert für ein Wochenende in der Hauptsaison ist.
Für Sonntag, den 6. September, meldet die Reederei Cassen Eils, dass die Fahrten mit dem Katamaran Nordlicht weiterhin ausfallen. Fahrgäste sollen stattdessen auf das Seebäderschiff MS Helgoland ausweichen. Es legt um 9:30 Uhr in Cuxhaven ab und tritt um 16:30 Uhr die Rückfahrt von der Insel an. Wie aus den veröffentlichten Fahrplanänderungen der Gemeinde Helgoland hervorgeht, können Übernachtungsgäste am Sonntag zumindest mit diesem Schiff zurück nach Cuxhaven gelangen.
Lage bei weiteren Reedereien
Für den Sonntag zeichnet sich eine Entspannung ab, allerdings keine vollständige Normalisierung. Auf den Seiten der Reederei Adler und Eils waren am Sonntagmorgen keine Fahrplanänderungen mehr vermerkt. Für den Halunder Jet der Reederei FRS Helgoline lag am frühen Sonntagmorgen keine neue Ausfallmeldung vor; ob der Katamaran planmäßig fährt, war zunächst nicht bestätigt.
Der NDR berichtete am Sonntag, dass wegen zu hoher Wellen weiterhin einzelne Nordsee-Fähren ausfallen. Reisende sollten sich deshalb vor der Abfahrt direkt bei ihrer Reederei über den aktuellen Stand informieren. Für die Insel bedeutet der Ausfall am Samstag einen verlorenen Tag im Tourismusgeschäft und für viele Gäste eine unfreiwillige Verlängerung ihres Aufenthalts.