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19. Dezember 1703

Originaleintrag, von KI überarbeitet

Zwischen Düne und Reede: Die Rückeroberung der holländischen Ballastfleute 1703

Am 17. Dezember 1703 lief ein großes holländisches Schiff mit gebrochenem Besanmast und dänischer Flagge in den Hafen von Helgoland ein. Es handelte sich um eine Ballastfleute, die kurz zuvor von Kaperfahrern genommen und mit deren Mannschaft besetzt worden war. Inmitten des Nordsee-Winterkriegs 1703 war die Insel ein wichtiger Ankerpunkt für Handelsschiffe und ihre Geleitschutzkonvois.

Am folgenden Tag erschien ein Lieutenant und der Kommandeur der kleinen holländischen Konvoi-Eskorte an Land, um mit einer Jacht Wasser zu holen. Die Jacht griff ein, als die Kaper die erbeutete Ballastfleute an den Strand setzen wollten: Die Kaper flohen mit ihrem Boot und den Viktualien an Land, die Jacht besetzte das Schiff. Der Lieutenant verhandelte mit dem Kaperschiffer über eine Ranzion, während die Konvoischiffe wieder vor der Düne lagen.

Am Abend, so berichtet der Chronist, legte man mit der zurückeroberten Fleute von der Reede hinter die Düne zu den Konvoischiffen ab. In den darauffolgenden Tagen wurden Anker und Ausrüstung geborgen und ein Pass für zehn Personen der Kaper ausgestellt. Der Vorgang spiegelt die raue Praxis des Seekriegs zur Zeit des Spanischen Erbfolgekrieges wider: Zwischen neutralem Zufluchtsort, Verhandlungsplatz und Bühne kleinerer militärischer Operationen spielte Helgoland eine stille, aber bedeutende Rolle im Ringen um die Handelsrouten der Nordsee.

Quelle: Bolzendahlsche Chronik Helgolands · Originaleintrag, redaktionell lesbar gemacht.

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