Originaleintrag, von KI überarbeitet
Flut und teures Korn
In Kating auf Eiderstedt brach am 14. Oktober 1508 eine Sturmflut durch die Deiche. Salzwasser lief über Wiesen und Äcker, wo Menschen ihr Vieh und ihre Ernte schützen mussten. Danach schlossen die Bewohner die Lücken mit provisorischen Erdwällen. Jeder Deichpflichtige musste dabei mitarbeiten.
Für Helgoland war das mehr als eine Nachricht vom Festland. Die Insel brauchte Getreide von außerhalb, doch die überfluteten Marschen lieferten weniger Korn. Auch die Wege entlang der Küste und zu den Häfen gerieten in Schwierigkeiten.
Eine Tonne Weizen kostete neun, Roggen drei, Gerste vier und Hafer zwei. Die Währung ist nicht genannt, doch das Verhältnis war deutlich: Weizen war dreimal so teuer wie Roggen. Auf der Insel mussten Bäcker, Wirte und Familien mit teurem Korn rechnen.