Originaleintrag, von KI überarbeitet
Als das Meer die Küste zerriss
Schiffe, die an Helgoland vorbeisegelten, steuerten auf eine verwüstete Küste zu. Am 8. September 1362 traf eine gewaltige Sturmflut Eiderstedt und die nordfriesischen Inseln. Sie hieß Manndränke, das große Ertrinken der Menschen.
Mehrere Fluten drückten das Wasser gegen die niedrigen Erdwälle aus Erde und Gras. Wellen schlugen über die Deiche, rissen sie auf und fraßen sich tief ins Marschland. In Eiderstedt brachen Deiche, Höfe und Kirchdörfer gingen verloren. Lundenberg südlich von Nordstrand wurde geteilt, seine Hauptorte schwer zerstört.
Für Helgoland lag die Katastrophe auf vertrauten Seewegen zwischen Elbe, Weser und Nordfriesland. Nach solchen Fluten hatten sich Priele und Fahrwasser verschoben. Ortskundige Lotsen mussten Schiffe nun an neuen Sandbänken vorbeiführen. Wo vorher Felder und Dörfer lagen, stand salziges Wasser.