Inseltradition vor dem Nikolaustag: Helgoland bereitet sich auf das Omloopen vor
Am 5. Dezember ziehen Helgoländer Kinder von Geschäft zu Geschäft. Bürgermeister Thorsten Pollmann wirbt dafür, den Brauch wieder mit Verkleidung und Gesang zu pflegen.
Aufruf zur Pflege des Brauchtums
Beim Omloopen, was auf Hochdeutsch das Umlaufen bedeutet, gehen die Kinder verkleidet durch die Geschäfte, singen dort ein Lied und erhalten dafür Süßigkeiten, Mandarinen oder ein kleines Spielzeug. Am Abend stellen sie zuhause einen Teller auf und prüfen am folgenden Morgen, was der Nikolaus darauf abgelegt hat.Bürgermeister Thorsten Pollmann wirbt nun dafür, die Tradition wieder richtig zu leben, wie die Gemeinde Helgoland in seinem monatlichen Rathausbrief mitteilt. In den vergangenen Jahren habe sich immer häufiger gezeigt, dass Kinder gar keine Verkleidung mehr tragen. Eine Weihnachtsmütze allein sei jedoch keine Verkleidung, stellte Pollmann klar. Zudem werde in den Geschäften oft kein Lied mehr angestimmt.
Vorbereitung mit den Kindern
Der Bürgermeister bittet die Erwachsenen daher, im Vorfeld gemeinsam mit den Kindern zu üben, beispielsweise das bekannte Nikolauslied Lasst uns froh und munter sein. Auch das gemeinsame Planen einer Verkleidung bereite Freude. Wenn die Traditionen auf der Insel weiter am Leben erhalten werden sollen, müssten sie nach seinem Appell auch aktiv gelebt werden.Der Heilige Nikolaus besitzt auf Helgoland einen festen Stellenwert. Er gilt unter anderem als Schutzpatron der Seefahrer, der reisenden Händler, der Ministranten sowie der Kinder und ist zugleich der Namensgeber der Evangelischen Kirche auf Helgoland.