Kampagne gegen das Aussetzen von Seeleuten: Neue Aufklärungsfilme veröffentlicht
Die Hilfsorganisation The Seafarers’ Charity hat zum Weltschifffahrtstag das finale Material ihrer Aufklärungskampagne freigegeben. Damit sollen Seeleute und ihre Angehörigen besser vor dem Verlassen durch Reeder geschützt werden.
Anlässlich des Weltschifffahrtstags am 24. September hat die Hilfsorganisation The Seafarers’ Charity die letzten Filme ihrer Kampagne „Smart Seafaring. A Safe Return“ veröffentlicht. Das Material soll Seeleuten und ihren Familien helfen, Warnzeichen für ein Im-Stich-Lassen durch Schiffseigner rechtzeitig zu erkennen und praktische Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die Aufklärungsvideos sowie begleitende Leitfäden stehen ab sofort international zur Verfügung. Zu einer Aussetzung kommt es, wenn Schiffseigner mindestens zwei Monate lang keine Löhne zahlen, die Versorgung mit Lebensmitteln, Treibstoff oder wesentlichen Gütern einstellen oder spurlos verschwinden und die Besatzungen gestrandet zurücklassen. Nach Angaben der International Transport Workers’ Federation war das Jahr 2025 das bisher schlimmste seit Aufzeichnungsbeginn: 410 Schiffe wurden verlassen und 6.223 Seeleute waren betroffen, was einem Anstieg von mehr als 30 Prozent gegenüber 2024 entspricht, wie Marine Insight berichtet. Das diesjährige Thema des Weltschifffahrtstags lautet „From Policy to Practice: Powering Maritime Excellence“.
Praktische Unterstützung und Aufklärung
Die im Juni zum „Day of the Seafarer“ 2026 gestartete Kampagne nutzt kurze Animationsfilme und praktische Anleitungen, um das komplexe Thema verständlich aufzubereiten. Die fertigen Materialien decken die entscheidenden Phasen einer Seefahrtsreise ab – von der Prüfung eines neuen Stellenangebots und der Legitimität eines Arbeitgebers oder Schiffs bis hin zu Schritten, die einzuleiten sind, wenn Löhne ausbleiben oder die zustehende Unterstützung fehlt.Chief Executive von The Seafarers’ Charity Deborah Layde sagte: „Policy only makes a difference when it’s put into practice. For seafarers, that means making sure they have access to clear information that can help them make informed decisions and know where to turn.“ Zudem ergänzte Chief Executive von The Seafarers’ Charity Deborah Layde: „By making guidance available in common seafaring languages, we can reach more seafarers and their families with information that could help them avoid the devastating consequences of abandonment.“
Materialien in sechs Sprachen verfügbar
Neben den Animationen sind herunterladbare Leitfäden in den sechs unter Seeleuten verbreiteten Sprachen Arabisch, Bahasa, Mandarin, Hindi, Russisch und Tagalog verfügbar, um Sprachbarrieren abzubauen. Die Hilfsorganisation fordert Arbeitgeber der Maritimen Wirtschaft, Ausbildungsstätten, Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften und weitere Organisationen auf, die Ressourcen über ihren YouTube-Kanal mit Betroffenen zu teilen.
Mit dem Platzieren einer Gedenkmünze unter dem Kiel hat die Meyer Werft die Montage des zweiten Gigablocks für die „Disney Believe“ begonnen. Das mit Flüssiggas betriebene Kreuzfahrtschiff wird über 1.256 Kabinen bieten.
Um Investitionen und Dekarbonisierungsziele langfristig zu steuern, blickt die Schifffahrtsbranche von der Zukunft zurück in die Gegenwart. Das Verfahren ermittelt notwendige Schritte für das Jahr 2050.
AIDA Cruises erweitert sein Angebot an Fernreisen ab der deutschen Ostseeküste. Die mehrwöchige Route führt von Warnemünde über Afrika bis nach Mauritius.
Der US-Energiekonzern Chevron steigt verstärkt in die Förderung im Mittelmeer ein. Geplant sind zwei Erkundungsbohrungen sowie die Aufarbeitung von Seismikdaten im Gebiet Lotus.
ConocoPhillips und Venture Global haben einen langfristigen Kaufvertrag über jährlich 1,0 Millionen Tonnen Flüssigerdgas unterzeichnet. Die Lieferungen sollen im Jahr 2030 beginnen.
Der Kreuzfahrtkonzern Carnival Corporation strukturiert seine Marken um. Die Schiffe Arcadia und Queen Anne wechseln in den kommenden Jahren den Betreiber.