Gebrauchte Öltanker erzielen Rekordpreise über Neubauwerten
Die Preise für gebrauchte Supertanker sind drastisch gestiegen und übertreffen die Kosten für Neubauten deutlich. Grund ist die sofortige Verfügbarkeit der Schiffe vor dem Hintergrund extrem hoher Tageseinnahmen.
Ahoi! Wenn der alte Kahn mehr bringt als ein neuer, fahr ich meinen Kutter weiter.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die Preise für gebrauchte Very Large Crude Carrier sind kräftig gestiegen und übertreffen die Kosten von Neubauten deutlich. So wird ein fünf Jahre altes Schiff derzeit mit 207,6 Millionen Dollar bewertet, was etwa 49 Prozent mehr ist als die Kosten für einen Neubau in Höhe von 139,6 Millionen Dollar. Ursache für diese Umkehrung ist die sofortige Verfügbarkeit bestehender Schiffe im Vergleich zu Neubauten, die in der Regel erst 2029 geliefert werden würden.
Enorme Tageseinnahmen auf dem globalen Markt
Wie das Portal Splash247 berichtet, liegen die weltweiten Einnahmen für Very Large Crude Carrier nach Angaben von Clarksons Research derzeit bei ungefähr 600.000 Dollar pro Tag. Dies entspricht dem 17-Fachen des Zehnjahresdurchschnitts.
Historischer Höchststand bei Preisaufschlägen
Daten von Veson Nautical weisen darauf hin, dass 15 Jahre alte Very Large Crude Carrier am 27. September die Werte von Neubauten überschritten haben. Obwohl solche Umkehrungen bereits zuvor vorgekommen sind, ist der aktuelle Aufschlag der höchste seit Beginn der Aufzeichnungen.
Mit dem Platzieren einer Gedenkmünze unter dem Kiel hat die Meyer Werft die Montage des zweiten Gigablocks für die „Disney Believe“ begonnen. Das mit Flüssiggas betriebene Kreuzfahrtschiff wird über 1.256 Kabinen bieten.
Um Investitionen und Dekarbonisierungsziele langfristig zu steuern, blickt die Schifffahrtsbranche von der Zukunft zurück in die Gegenwart. Das Verfahren ermittelt notwendige Schritte für das Jahr 2050.
AIDA Cruises erweitert sein Angebot an Fernreisen ab der deutschen Ostseeküste. Die mehrwöchige Route führt von Warnemünde über Afrika bis nach Mauritius.
Der US-Energiekonzern Chevron steigt verstärkt in die Förderung im Mittelmeer ein. Geplant sind zwei Erkundungsbohrungen sowie die Aufarbeitung von Seismikdaten im Gebiet Lotus.
ConocoPhillips und Venture Global haben einen langfristigen Kaufvertrag über jährlich 1,0 Millionen Tonnen Flüssigerdgas unterzeichnet. Die Lieferungen sollen im Jahr 2030 beginnen.
Der Kreuzfahrtkonzern Carnival Corporation strukturiert seine Marken um. Die Schiffe Arcadia und Queen Anne wechseln in den kommenden Jahren den Betreiber.