Nach Wal-Kollision im Pazifik: Containerschiff rettet vier Segler aus Rettungsinsel
Vier australische Segler mussten ihre sinkende Yacht im Südpazifik nach dem Zusammenstoß mit einem Wal aufgeben. Dank einer schnellen Rettungsaktion blieben alle Besatzungsmitglieder unversehrt.
Nach der Kollision einer 51-Fuß-Yacht mit einem Wal im Südpazifik sind vier Segler aus einer Rettungsinsel gerettet worden. Das Rescue Coordination Centre New Zealand koordinierte den Einsatz, bei dem ein umgeleitetes Containerschiff die Besatzung unversehrt an Bord nahm. Die unter australischer Flagge fahrende Yacht Tai Tam stieß am Samstag im Südpazifik mit einem Wal zusammen und begann Wasser zu ziehen. Die vierköpfige Besatzung war gezwungen, das Schiff aufzugeben, eine Rettungsinsel zu besteigen und eine Seenotfunkbake (EPIRB) zu aktivieren. Nach dem Empfang des Signals gegen 13 Uhr am Samstag koordinierte das Rescue Coordination Centre New Zealand (RCCNZ) die Rettungsmaßnahmen, wie das Portal gCaptain berichtet. Ein Seefernaufklärer vom Typ P-8A Poseidon der Royal New Zealand Air Force wurde in das Gebiet rund 250 Seemeilen nördlich der Norfolk-Insel entsandt, lokalisierte die Überlebenden und stellte Funkkontakt zu ihnen her.
Containerschiff nimmt Verunglückte an Bord
Das RCCNZ leitete daraufhin das nächstgelegene verfügbare Handelsschiff um: das von CMA CGM betriebene, 143 Meter lange Frachtschiff Sofrana Surville. Gegen 6 Uhr am Sonntagmorgen zog die Besatzung der Sofrana Surville alle vier Segler aus der Rettungsinsel. Alle vier Personen wurden als sicher und unverletzt gemeldet.RCCNZ Operations Manager Mike Clulow lobte die Vorbereitung der Yachtcrew: „Die Besatzung der Yacht hat alles richtig gemacht. Es ist eine hervorragende Erinnerung daran, dass Vorbereitung auf See Leben retten kann.“ Der Fall unterstreiche den Wert funktionierender Notfunkbaken und die Rolle von Handelsschiffen im Rahmen internationaler Seenotrettungsverpflichtungen. Die Tai Tam ging bei dem Vorfall verloren. Weitere Suchmaßnahmen waren nach Behördenangaben nicht erforderlich, und das Frachtschiff setzte seine Reise fort.
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